Erstellt am 07. April 2016, 05:04

von Lisa Röhrer

Hilfsbereitschaft ist groß. Seit rund zwei Wochen lebt eine fünfköpfige syrische Familie im Pfarrhof in Getzersdorf. Sohn besucht örtliche Volksschule, Eltern warten auf Beginn des Deutschkurses.

Die Flüchtlingsfamilie hat sich schon gut in Getzersdorf eingelebt. Die Zusammenarbeit mit den freiwilligen Helfern aus dem Ort funktioniert gut. Im Bild: Angela Vogl, Nazih, Nadia, Ibrahim, Nagah, Herwig Leitner, Sleman, Pater Paulus, Edith, Anna und Magdalena Huber, Josef Parzer, Renate Parzer, Karl Vogl und Alwin Seidlhuber (von links).  |  NOEN, Lisa Röhrer

Seit rund zwei Wochen ist der Pfarrhof in Getzersdorf das neue Zuhause einer fünfköpfigen syrischen Familie. Die Geschwister Nazih und Nagah sind gemeinsam mit ihren Ehepartnern Nadia und Ibrahim sowie Sohn Sleman im Oktober des vorigen Jahres nach Österreich gekommen. Nach einem Aufenthalt in Wien haben sie jetzt in Getzersdorf eine Unterkunft gefunden.

Die Hilfsbereitschaft in der Pfarrgemeinde ist groß und die Familie hat sich bereits gut eingelebt: Die Räumlichkeiten im Getzersdorfer Pfarrhof wurden, wie berichtet, in den letzten Monaten adaptiert und für die Familie eingerichtet.

Familie hat sich bereits gut im Ort eingelebt

Zur Verfügung stehen dort ein rund 50 Quadratmeter großer Hauptraum, eine geräumige Küche und ein Badezimmer. Damit für jeden auch etwas Privatsphäre bleibt, hat die Familie den Hauptraum nun selbstständig mit Vorhängen abgeteilt. Der Garten kann zum Gemüseanbau genutzt werden.

Sohn Sleman besucht seit wenigen Tagen die Volksschule in Inzersdorf. Weil er nach der kurzen Zeit in Österreich bereits über gute Deutschkenntnisse verfügt, fungiert er häufig als Übersetzer der Familie.

Ehe alle notwendigen formalen Dinge geklärt sind und die Flüchtlinge einen offiziellen Deutschkurs besuchen können, üben die übrigen Familienmitglieder einstweilen in Eigenregie. Zwei ausgebildete Pädagoginnen stehen dabei helfend zur Seite. „Wichtig ist, dass die Menschen erst einmal hier leben können. Alles andere werden wir jetzt nach und nach in Angriff nehmen“, so Karl Vogl, einer der engagierten freiwilligen Helfer.

„Wir wollen den Menschen den Sprung in das Leben hier ermöglichen, wenn man sieht, wie sie sich entwickeln, bekommt man dafür vieles zurück“, erklärt Angela Vogl, die wie ihr Gatte bereits Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe sammeln konnte.