Erstellt am 13. Oktober 2015, 05:32

von Lisa Röhrer

Hundesteuer wird erhöht. Kot der Vierbeiner hat Bürger empört, daher werden Sackerlspender angekauft. Finanzierung erfolgt durch die Abgabe. Außerdem macht man Wald durch Forststraße nutzbar.

Im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung ist die Erhöhung der jährlichen Hundeabgabe einstimmig beschlossen worden. Außerdem wurden die Weichen für die wirtschaftliche Nutzung des Gemeindewaldes gestellt.

Reaktion auf Beschwerde der Bürger

Die Erhöhung der Hundesteuer dient nicht etwa dazu, die Gemeindekasse mutwillig aufzubessern. Sie hat einen stinkenden und unansehnlichen Hintergrund. Um auf diverse Beschwerden der Bürger zu reagieren, die in immer geringeren Abständen am Gemeindeamt einlangten, sollen jetzt im Ort „Hundekot–Sackerlspender“ aufgestellt und durch die Mehreinnahmen finanziert werden.

„Im gesamten Gemeindegebiet könnten zwölf Ständer angebracht werden!“ Bürgermeister Ewald Gorth, VP

„Wir haben in der Gemeinde 133 Hunde, anstatt den 13,08 Euro für einen ‚normalen‘ und 65,40 Euro für einen Hund mit erhöhtem Gefährdungspotenzial wollen wir nun 20 und 100 Euro jährlich einfordern. Die Finanzierung der Spender wäre damit gedeckt. Im gesamten Gemeindegebiet könnten zwölf Ständer angebracht werden“, erklärte VP-Bürgermeister Ewald Gorth.

"Wald wäre nutzbar"

Die Gemeinde Inzersdorf – Getzersdorf ist im Besitz von etwa zehn Hektar Schwarzkieferwald. Jener wird jedoch aktuell wirtschaftlich nicht genutzt. Der geschäftsführende Gemeinderat und Förster Josef Kimmeswenger (VP) schlug daher vor, den Wald der Gemeinde aufzuschließen und eine Forststraße zu bauen, um ihn für landwirtschaftliche Fahrzeuge befahrbar zu machen. „Man muss langfristig denken: Wir müssen hier zwar momentan etwas investieren, aber das ist es wert, der Wald wäre dann nutzbar“, meint Kimmeswenger. Die Gemeinde könne dann etwa Blockholz oder auch Häckselware zum Verkauf anbieten.

Die wirtschaftliche Nutzung und der damit einhergehende Bau einer Forststraße wurden einstimmig beschlossen.