Erstellt am 02. Februar 2016, 05:23

von Hans Kopitz

"Ich stelle mich nicht gegen Mannschaft!". Herzogenburgs neuer Feuerwehrkommandant betont, dass in Sachen Verschmelzung das Abstimmungsergebnis zu akzeptieren sei.

Ralf Haselsteiner: »Wir bestehen auf ein neues Feuerwehrhaus!«. Die Freiwillige Feuerwehr Herzogenburg-Stadt hat ihre Zentrale in der Innenstadt. Geht es nach dem neuen Kommando, soll die Errrichtung eines neuen Gebäudes vorangetrieben werden - auch ohne Fusion mit Oberndorf.  |  NOEN, zVg

Der Startschuss für die laufende Wahlperiode ist gefallen. Es sind sehr viele Dinge, um die wir uns in den nächsten Tagen und Wochen kümmern werden müssen“, blickt Ralf Hasenlsteiner, neuer Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenburg-Stadt, im NÖN-Gespräch voraus. Gründe seien auch die Flut an Änderungen im neuen Feuerwehrgesetz, in der Feuerwehrordnung und den Dienstanweisungen des Landesfeuerwehrkommandos oder das kommende Feuerwehrfest: „In welcher Form es heuer auch immer über die Bühne geht.

Haselsteiners Ziele für die kommenden fünf Jahre liegen auf dem Tisch: Er möchte den Mannschaftsstand noch weiter anzuheben, nicht nur die Aktivmannschaft, auch die Feuerwehrjugend, um den Nachwuchs und damit den Fortbestand zu sichern sowie den hohen notwendigen Ausbildungsstand für den Einsatz halten beziehungsweise weiter anheben.

„Richtungsänderung“ beim Feuerwehrfest

Außerdem ist eine Ersatzbeschaffung für das 32 Jahre alte Löschfahrzeug geplant, das die einsatztaktischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen nicht mehr erfüllt. In der Art und Weise der Ausrichtung des Feuerwehrfestes soll es eine „Richtungsänderung“ geben.

„Der größte Brocken ist jedoch das neue Feuerwehrhaus, bei dem das letzte Wort hinsichtlich einer Zusammenlegung der Feuerwehren sicher noch nicht gesprochen ist. Diesbezüglich sind noch viele Gespräche mit dem neuen Kommandanten der Feuerwehr Oberndorf und Bürgermeister Franz Zwicker ausständig“, packt Haselsteiner ein heißes Eisen an.

Das neue Feuerwehrhaus sei leider fast schon zum Dauerbrenner geworden. Haselsteiner: „Ich hoffe und wünsche mir, dass dies wieder weniger wird beziehungsweise aufhört, denn die Entscheidungskompetenz liegt hier eindeutig und ausschließlich bei den Mitgliedern der Feuerwehren und beim Bürgermeister. Alle anderen Meinungen, auch wenn sie noch gut gemeint sind, laufen immer Gefahr, mehr Öl ins Feuer zu gießen als sie Nutzen bringen.

Die Emotionen seien hoch gegegangen, die Meinungen auseinander: „Nichtsdestotrotz ist das demokratische Abstimmungsergebnis aber von allen zu akzeptieren, denn ich beziehungsweise wir werden uns als neugewähltes Kommando diesbezüglich nicht gegen unsere Mannschaft stellen“, so Ralf Haselsteiner. Er versichert dem Bürgermeister, dass die Stadtfeuerwehr bisher schon immer übre den Tellerrand geblickt habe. Man werde dies auch in Zukunft machen: „Ich möchte es aber trotzdem nicht verabsäumen, hier und jetzt festzuhalten: Sollte sich die Meinung der Mitglieder trotz allen Bemühungen von allen Seiten in dieser Wahlperiode nicht ändern, bestehen wir dennoch als Freiwillige Feuerwehr Herzogenburg-Stadt auf ein neues Feuerwehrhaus!“