Wölbling

Erstellt am 28. Juni 2016, 12:18

„Ich habe das ganze Spiel mitgefiebert!“. Pfarrer Marek Jurkiewicz drückte „seinen“ Polen im Match gegen die Schweiz kräftig die Daumen. Er hat einst selbst aktiv gekickt.

Fußball und polnische Dress: Pfarrer Marek Jurkiewicz wird auch im Viertelfinale gegen Portugal die polnischen Fahnen hochhalten.  |  NOEN, Hans Pflügl

Den samstägigen Achtelfinal-Auftakt zwischen Polen und der Schweiz hat ein Mann ganz besonders genau mitverfolgt: Pfarrer Marek Jurkiewicz, der natürlich Robert Lewandowski, Jakub Blasczykowski & Co. kräftig die Daumen drückte. „Es ist fantastisch, dass wir das Viertelfinale erreicht haben! Ich habe das ganze Spiel mitgefiebert - nicht nur beim Elferschießen“, jubelt der Seelsorger.


Erfolg ist keine Selbstverständlichkeit

Jurkiewicz weiß ganz genau, dass der Erfolg keine Selbstverständlichkeit ist. „Ich kann mich noch erinnern: Als elfjähriger Bub vor genau 30 Jahren war Polen zum letzten Mal bei der WM 1986 im Achtelfinale. Damals sind wir dann gegen Brasilien ausgeschieden. Und jetzt sind wir bei der EM bereits im Viertelfinale! Es war wirklich ein spannendes und aufregendes Spiel!“

Der beliebte Priester ist nicht „nur“ Fan, er kennt sich aus in der Materie: „Ich bin selbst begeisterter Fußballer und habe in meiner Zeit als Diakon in Pottenbrunn und als Kaplan in Großglobnitz bei Zwettl in diesen Vereinsmannschaften im Mittelfeld gespielt.“

Nicht nur das Mittelfeld, sondern die ganze polnische Mannschaft ist demnächst wieder gefordert. Und so wird Marek Jurkiewicz am Donnerstag, 30. Juni, wieder mitfiebern. Dann geht es um 21 Uhr im Stadion Velodrome in Marseille um den Aufstieg ins Halbfinale. Gegner ist Portugal.