Erstellt am 21. April 2016, 00:44

von Günther Schwab

Jubel über 1.500 Einträge. Die Topothek Traismauer ist vor etwas mehr als fünf Jahren gegründet worden und hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Sämtliche Daten und Fotos sind stets abrufbar.

Seit fast fünf Jahren werden die Vereinsaktivitäten des Vereins „Historische Runde Traismauer“ vom Topothek- Projekt geprägt. Im Bild: Bürgermeister Herbert Pfeffer, Veronika Haas, Michaela Neuhold, Landtagsabgeordnete Ilona Tröls-Holzweber, „Topothek-Erfinder“ Alexander Schatek, Nationalratsabgeordneter Johann Hell, Stadtpfarrer Dechant Josef Seeanner, Elisabeth Eder, Vizebürgermeister Walter Kirchner, Walter Grünstäudl, Anton Bauer, Thomas Aigner, Alfred Kellner und Kustos Klaus Nedelko (von links).  |  NOEN, Schwab

Im Rahmen eines Festakts im Festsaal des Schlosses ist der 1500. Eintrag in der Topothek Traismauer feierlich begangen worden.

Seit Dezember 2011 ist die Topothek Traismauer, die von Mitgliedern der Historischen Runde Traismauer (vormals Museumsverein der Stadtgemeinde Traismauer) betreut wird, online.

Kultur- und Finanzstadtrat Alfred Kellner und Topothekarin Elisabeth Eder (Obfrau der Historischen Runde Traismauer) konnten dazu Stadtpfarrer Dechant Josef Seeanner, Konsistorialrat Wolfgang Payrich, Nationalratsabgeordneten Johann Hell, Landtagsabgeordnete Ilona Tröls-Holzweber, Bürgermeister Herbert Pfeffer, Vizebürgermeister Walter Kirchner, den „Erfinder“ der Topothek, Alexander Schatek, und Thomas Aigner (Leiter des Diözesanmuseums in St. Pölten) begrüßen.

„Reines Archiv, kein Museum“

Seit nunmehr fast fünf Jahren wird intensiv historisches Material von Traismauer gesammelt, gescannt, recherchiert, beschriftet und anschließend in Form eines Online-Archives ins Internet gestellt. „Die Topothek ist ein reines Archiv und kein Museum. Die Topothek sammelt, archiviert und stellt zur Schau. Damit verbreitert sie die Grundlage für all jene, die historisch arbeiten“, so Alexander Schatek.

Mit der Topothek habe er ein Werkzeug geschaffen, um historisches Material für jedermann sichtbar zu machen. Derzeit gibt es bereits zahlreiche derartige Archive. Schatek: „Die ,Topothek Traismauer‘ ist eines davon und war damals auch eines der Pilotprojekte.“

Der Verein „Historische Runde Traismauer“ hat bis dato 1.524 historische Artefakte, wie Fotos, Objekte und Texte gesammelt und ins Online-Archiv gestellt.

Daten und Fotos sind jederzeit abrufbar

„Die Topothek stellt die neue Form einer Chronik dar und sämtliche Daten und Fotos sind jederzeit abrufbar. Die Historische Runde Traismauer hat sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte unserer Heimatstadt aufzuarbeiten, zu dokumentieren und zu präsentieren“, erklärte Obfrau Elisabeth Eder.

Und weiter: „Der 1500. Eintrag ist ein ganz besonderer. Durch Zufall bin ich auf ein Buch von Ulrike Felber über Bruno Kreisky gestoßen. Dabei handelt es sich um ein Gefängnistagebuch und Korrespondenzen von Bruno Kreisky, der sich im Sommer 1933 über mehrere Tage in Traismauer, genauer gesagt in Waldlesberg, als Leiter eines Sommerlagers aufgehalten hat.“

Mehrere Fotos von Traismauer mit dem prominenten Politiker sind in dem Buch enthalten und geben Aufschluss über die Aktivitäten im Rahmen des Sommerlagers zu dieser Zeit in der Römerstadt.

„Wollen schlummernde Schätze heben“

Elisabeth Eder nahm mit dem Bruno-Kreisky-Archiv im Wien Kontakt auf. Sie erhielt mehrere Bilder samt der Erlaubnis, diese in der Traismaurer Topothek online stellen zu dürfen. „Wir wollen mit der Topothek schlummernde historische Schätze heben, egal ob Fotos, Filme, Zeitdokumente oder Souvenirs. Wünschenswert sind neben dem Bildmaterial auch Erinnerungen an früher“, so die Topothekarin Elisabeth Eder abschließend.