Herzogenburg

Erstellt am 17. Juli 2017, 11:22

von Hans Kopitz

„Indianer“ wanderten durch das Traisental. Aufgrund der akuten Waldbrandgefahr musste das Lager verlegt werden. Spiel und Spaß kamen dennoch nicht zu kurz.

Die Lagerfeuermesse im Kapitelgarten mit Stadtpfarrer Mauritius Lenz (hinten, Zweiter von rechts) war der Abschluss des Lagers.  |  NOEN

Mit dem Jungscharlied „Es ist schön, solche Freunde zu haben . . .“ ging vergangenen Samstag-Abend nach der Lagerfeuermesse und nach dem Pow-Wow, wo noch einmal die Kräfte gemessen und die Perlen vergeben wurden, die man für sein Verhalten bekommt, das Jungscharlager zu Ende.

Es verlief heuer anders als geplant. Traditionsgemäß fuhren die „Häuptlinge“ der Wakaiuk-Apachen – wie sich die Herzogenburger Jungschar nennt – immer am 1. Mai auf Lagerplatzsuche. Da die traumhaft gelegene Waldlichtung in der Nähe von Altmanns bei Heidenreichstein, auf der die Wakaiuks schon in den Jahren 2007 und 2012 ihr Lager aufgeschlagen hatten, noch in bester Erinnerung war, wollten sie auch wieder dorthin – und der Wiesenbauer war sogar einverstanden. Es stellte sich aber heraus, dass durch die anhaltende Trockenheit - zum ersten Mal in der 45-jährigen Geschichte der Wakaiuk-Lager – das Entzünden von Feuer in Waldnähe verboten ist und zur Anzeige gebracht wird.

Nun war guter Rat teuer, denn es musste jeden Tag gekocht werden, die Lagerhefte waren bereits gedruckt – und die Kinder freuten sich schon alle auf „ihre“ Woche. Doch es wurde schnell umdisponiert und nun wurde eben ein Wanderlager daraus, das im Traisental von Pfarrhof zu Pfarrhof führte.

Am ersten Tag führte der Weg es von Herzogenburg über die Ederdinger Höh‘ in den Nussdorf Pfarrgarten, wo das erste Quartier aufgeschlagen wurde. Am nächsten Vormittag ging es weiter nach Inzersdorf, dann nach St. Andrä, Endstation war im Kapitelgarten des Herzogenburger Stifts, wo dann auch die restlichen vier Tage bei Spiel und Spaß verbracht wurden.

Höhepunkte waren der Badenachmittag an der Traisen, die Besteigung des Herzogenburger Kirchturms und natürlich der obligate nächtliche „Überfall“ durch ehemalige Wakaiuks. Somit war das Lager doch noch ein schöner Erfolg.