Erstellt am 15. März 2016, 05:04

von Alex Erber

Kampf um die Parkplätze. Geschäftsleute legten Konzept vor und sammelten über 500 Unterschriften für die Lösung der Verkehrssituation. Einige Punkte könnten demnächst umgesetzt werden.

Meisterfotograf Marius Höfinger und Astrid Paitl, die sich für das Kulturleben in der „Stadt mit Lebensqualität“ einbringt, überreichten eine Unterschriftenliste an Bürgermeister Franz Zwicker. 548 Unterzeichner fordern eine Verbesserung der Parksituation.  |  NOEN, zVg

Eine Liste mit 548 Unterschriften haben Marius Höfinger und Astrid Paitl an Bürgermeister Franz Zwicker übergeben. Die Unterzeichner fordern eine Verbesserung der Parksituation am Rathausplatz. Der Stadtchef reagierte, so der Meisterfotograf, durchaus nicht abweisend .

Wie mehrmals ausführlich berichtet, gibt es seitens einiger Herzogenburger Geschäftsleute, aber auch von Privatpersonen Änderungsvorschläge bezüglich Verkehr und Parken am Rathausplatz. Höfinger hat einen Plan mit 13 Punkten aufgestellt, wie man die Situation verbessern könnte. Dass natürlich nicht alle Vorschläge umgesetzt werden können, ist klar, aber bei einigen Anliegen versprach das Stadtoberhaupt, die Sachlage überprüfen zu lassen - beziehungsweise werden sie schon überprüft oder sind bereits in Planung.

So sind die Neugestaltung des öffentlichen WCs oder etwa die Entfernung des Klowagens vor der Firma Hager in Arbeit, die Entfernung der zu vielen ungenutzten Radständer wird überprüft, die Erfassung der „Nachdreher“, die ihre Kurzparkscheibe regelmäßig nachstellen, ist in Arbeit. Für die Neugestaltung der öffentlichen Sitzflächen werden Ideen gesucht. Da Taxi Kerschner seinen Betrieb eingestellt hat und nur mehr ein Mietwagenservice betreibt, wird der Taxiplatz frei und die Mietwagen werden künftig nicht mehr als Dauerparker am Platz geduldet.

„Durchgang zum Nordparkplatz“

Dass die Arbeitnehmer, die in der Innenstadt ihrer beruflichen Tätigkeit nachkommen, ihre Fahrzeuge am Stiftsparkplatz abstellen, wurde von Zwicker als guter Vorschlag angenommen. „Eine positive Variante dazu wäre ein Durchgang beim Pfarrzentrum zum Nordparkplatz, der aber vom Stift immer abgelehnt wurde. Ich glaube, dass hier dringend Verhandlungen notwendig sind“, betont Marius Höfinger.

Das Stift dürfe sich dieser Entwicklung nicht verschließen, denn auch der Barockgarten, der für niemandem mehr zugänglich ist, sei mit öffentlichen Mitteln finanziert worden und auch das Pfarrzentrum wurde mit einer Kulturförderung des Landes umgebaut. Höfinger: „Da müsste als Entschädigung der Durchgang beim Kirchenplatz eigentlich drinnen sein.“

Keine Schrägparkplätze und kein Brunnen

Mit der umlaufenden Fahrbahn mit Einbiegemöglichkeit beim Rathaus und Schritttempozone bis zur Bäckerei Hager und der Schaffung von Schrägparkplätzen war der Bürgermeister nicht einverstanden: „Ersteres passt nicht ins Konzept des Architekten - und beim zweiten Vorschlag würde man, so Josef Prem, rund zehn Parkplätze verlieren.“ Auch beim Vorschlag, den Ohrwaschelbrunnen wieder aufzustellen und diesen in Zusammenarbeit mit den Schulen bunt bemalen zu lassen, biss Höfinger bei Zwicker auf Granit: „Kein Ohrwaschelbrunnen am Platz - aber gern woanders!“