Lanzenkirchen , Kapelln

Erstellt am 18. Juli 2016, 12:11

von Christian Gölss

Dorferneuerung: Mitterhofer ausgezeichnet. Der langjährige Obmann des Vereins für Ortsbildpflege, Wohnumweltgestaltung und Dorferneuerung hat sich viele Verdienste erworben. Jetzt wurde er vor den Vorhang gebeten.

Verleihung des „Goldenen Ehrenzeichens“: Franz Mitterhofer (Mitte), flankiert von Maria Forstner und Alfred Riedl.  |  NOEN, privat

Die Marktgemeinde Lanzenkirchen war Gastgeberin der Jahreshauptversammlung des Vereins „Gemeinschaft der Dörfer und Städte der NÖ Dorf- und Stadterneuerung“. Mehr als 150 Aktive aus Gemeinden, Dorferneuerungsvereinen und unterschiedlichen Arbeitsgruppen sind der Einladung von Obfrau Maria Forstner gefolgt.

Der Höhepunkt waren die zahlreichen Ehrungen, die die Obfrau gemeinsam mit dem Landtagsabgeordnetem Alfred Riedl, Präsident des NÖ Gemeindebundes, vornahm: Für seine mehr als 15-jährige engagierte Tätigkeit als Obmann des Vereins für Ortsbildpflege, Wohnumweltgestaltung und Dorferneuerung in Kapelln wurde Franz Mitterhofer das „Goldene Ehrenzeichen der NÖ Dorf- und Stadterneuerung“ verliehen.

Franz Mitterhofer hat im Jahr 2000 die Leitung des Vereins für Ortsbildpflege, Wohnumweltgestaltung und Dorferneuerung übernommen. Bereits bei der Rückschau anlässlich des 25-jährigen Bestehens musste er erkennen, dass es leichter ist, Menschen für Neues zu begeistern, als dafür, Geschaffenes zu erhalten. Dennoch war es zu Beginn seiner Tätigkeit erforderlich, die zahlreichen Marterl in der Gemeinde wieder auszubessern und neu anzustreichen.

Zwischen 2004 und 2008 wurde dann das wohl größte Projekt in der Vereinsgeschichte, der Erlebnisweg zum Mittelpunkt von NÖ, in mehreren tausend Arbeitsstunden und in einer Arbeitsgemeinschaft mit der Marktgemeinde Kapelln unter dem großen persönlichen Einsatz des damaligen Bürgermeisters Anton Schmied entwickelt und umgesetzt.

Im Rahmen der „geistigen Dorferneuerung“ sind zahlreiche Vorträge und Workshops organisiert worden.

Unter Mitterhofers Leitung wurde der bereits seit fast 30 Jahren stattfindende traditionelle Blumenmarkt weitergeführt.

Der Verein nimmt seit Jahren mit einer eigenen Labestelle am IVV-Wandertag teil.

2011 wurde von Franz Mitterhofer der Winterzauber am Mittelpunkt von NÖ („An Pauli Bekehr ist der Winter halb hin und halb her“) ins Leben gerufen, dessen Einnahmen zu 100 Prozent der Erhaltung des Erlebnisweges dienten.

Auch Topothek geht auf Mitterhofers Konto

Das letzte große Projekt seiner Ära war im April 2014 die Installation der „Topothek“, einer Internet-Plattform, auf der alte Fotos, Ansichten, Dokumente rund um das Ortsgeschehen im Gemeindegebiet beigestellt und besichtigt werden können. Auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Florian Baumgartner und der Bildungs-Gemeinderätin Rebecca Figl-Gattinger hat der Gemeinderat das Projekt mitfinanziert.

Nach 16 Jahren Obmannschaft trat Franz Mitterhofer im April 2016 zurück. Seine Nachfolgerin an der Spitze des Vereins ist Rebecca Figl-Gattinger.