Erstellt am 24. Mai 2016, 05:04

von Alex Erber

Kein Geld für die Schule?. Vater eines Schülers des Sonderpädagogischen Zentrums bemängelt die Bausubstanz. SP-Vizebürgermeister Walter Kirchner sagt: "Das Gebäude ist leider in die Jahre gekommen."

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Am Freitag, 3. Juni, findet um 17 Uhr im Sonderpädagogischen Zentrum Stollhofen die Eröffnung des „Upcycling-Fests“ statt. Auch am Samstag, 4. Juni, von 10 bis 16 Uhr sind die Kunstwerke, die aus alten Gegenstände angefertigt worden sind, ausgestellt und käuflich erwerbbar.

Dass auch das Schulgebäude selbst ein gewisses „Upcycling“ notwendig hätte, findet der Vater eines Schülers, Mustafa Keskin. Er schreibt an die NÖN: „Zu meinem Bedauern wird in Traismauer der Sonderschule kein Ohr zugewandt. Kinder, die bedürftig sind, müssen in einer alten Schule unterrichtet werden.“

Nachsatz: „Sicher ist, dass die Gemeinde für alles andere Geld hat!“ Mit Direktorin Renate Obritzberger hat der Mann in diesem Zusammenhang schon gesprochen, bestätigt sie.

"Wir bemühen uns, die Substanz entsprechend zu erhalten"

Und fügt schmunzelnd hinzu: „Ich spreche ja nicht umsonst immer von der ,Kaiser-Franz-Josef-Schule‘“. Ansonsten möchte die Direktorin dazu keinen Kommentar abgeben, wohl tut dies aber SP-Vizebürgermeister Walter Kirchner: „Es handelt sich natürlich um ein altes Gebäude, das ebenso wie die Traismaurer Volksschule leider in die Jahre gekommen ist. Wir bemühen uns, die Substanz entsprechend zu erhalten, aber mehr ist derzeit nicht möglich.“

Kirchner verweist auf Überlegungen, dass man im Falle einer Sanierung der Volksschule bereits in Erwägung gezogen habe, das Gebäude um einen Zubau zu erweitern, in dem das Sonderpädagogische Zentrum eine neue Heimat finden könnte. Es gibt aber einen wichtigen Grund, der gegen eine solche Maßnahme spricht: „Niemand von uns möchte, dass Stollhofen eine Schule weggenommen wird. Und so versuchen wir halt, über die Runden zu kommen.“