Erstellt am 17. Mai 2016, 11:51

von Alex Erber

Kern: Von Basis gibt es Vorschusslorbeeren. SP heißt den Nachfolger von Werner Faymann herzlich willkommen. Geschätzt wird seine Wirtschaftskompetenz.

 |  NOEN, APA
Auch die führenden Sozialdemokraten in der Region waren vom Rücktritt Werner Faymanns überrascht. Begrüßt wird er dennoch einhellig: „Wenn es an der Basis so rumort, ist ein solcher Schritt unumgänglich. Ich zolle ihm Respekt dafür“, sagt Traismauers Bürgermeister Herbert Pfeffer. In Faymanns Nachfolger Christian Kern setzt er hohe Erwartungen: „Sein Know-How und sein Netzwerk hilft dem Wirtschaftsstandort Österreich.“

„Ich habe eine gute Meinung von Christian Kern“, sagt auch Herzogenburgs Bürgermeister Franz Zwicker. Was er vor allem schätzt: „Er kann gut zuhören!“

„Für mich kam der Rücktritt von Werner Faymann überraschend, aber ich verstehe seine Beweggründe. Es ist problematisch, wenn die Partei nicht mehr hinter einem steht“, so Wölblings SP-Bürgermeisterin Karin Gorenzel. Auch sie streut Faymanns Nachfolger Christian Kern Vorschusslorbeeren.

"Gute Arbeit für die Bahn"

„Er ist in jedem Bundesland bekannt und hat bis jetzt gute Arbeit bei der ÖBB gemacht.“ Für Gorenzel ist es wichtig, dass sich die SP in Zukunft moderner aufstellt und offener an verschiedene Fragen herangegangen wird. „Weg von der verstaubten Linie“, ist für Gorenzel das Motto der Zukunft.

Etwas skeptischer beurteilt Perschlings SP-Gemeinderat Gerald Redl die neue Situation: „Für mich war klar, dass Werner Faymann gehen muss und er hat es zum richtigen Zeitpunkt getan. Für mich war das nicht überraschend - nur der Austausch einer Person löst die Probleme nicht.

Jetzt muss sich die SP gemeinsam mit ihrem neuen Obmann ein neues Programm geben. Leicht wird es für den neuen Parteivorsitzenden Christian Kern nicht und ich bin mir nicht sicher, ob er es schaffen wird.“