Herzogenburg

Erstellt am 13. Oktober 2016, 05:16

von Lisa Röhrer

Englisch-Förderung: „Stadt soll zahlen!“. Geld für Sprachlehrer wurde vom Land gestrichen. FP will, dass Gemeinde einspringt.

 |  APA (Archiv/dpa)

Seit mehreren Jahren sorgten externe Englisch-Lehrer im Kindergarten dafür, dass bereits die Jüngsten erste Kenntnisse dieser Sprache erwerben. Damit ist seit diesem Schuljahr Schluss: Die 9.700 Euro, die das Land bisher dafür bezahlte, wurden gestrichen. Argumentiert wird das damit, dass die Pädagogen eine entsprechende Ausbildung absolvieren und selbst erste Englischkenntnisse vermitteln könnten.

Englisch ist im Lehrplan enthalten

Die Stadtgemeinde schließt sich unter SP-Bürgermeister Franz Zwicker dieser Erklärung an: „Pädagogen haben auch zuvor immer schon etwas Englisch einfließen lassen. Der Lehrplan sieht das auch so vor“, bekräftigt der Stadtchef die Argumentation des Landes. Auch Gemeinderätin Burgi Schopp von den Grünen, die selbst Lehrerin ist, denkt, dass Kindergärten ohne das zusätzliche Angebot auskommen.

Auf Unverständnis stößt diese Neuerung bei den Freiheitlichen: „Pädagoginnen, Eltern und Kinder sind enttäuscht“, meint Gemeinderätin Birgit Pradl, die selbst einen Sohn im Kindergartenalter hat. Ihr Wunsch ist es, dass die Stadt künftig für den Englisch-Unterricht aufkommt oder zumindest einen Teil der Kosten übernimmt. „Die Gemeinde gibt für alles Geld aus, nur für die Kinder nicht!“, macht sie ihrem Ärger Luft. FP-Gemeinderat Thomas Rupp: „Die Pädagogen sollen nicht vor eine weitere Aufgabe gestellt werden!“