Erstellt am 13. Oktober 2015, 05:02

Drei Brandherde in der Region. Wolfgang Wallner über Fußballklubs in der Krise.

Ein Traditionsverein auf tönernen Füßen. Auch nach dem Absturz in die 2. Klasse kommt Sturm 19 St. Pölten nicht zur Ruhe. Der einstige Paradeklub ist neuerlich Schlusslicht. Und muss sich jetzt auch noch einen neuen Trainer suchen.

Baris Köse ist zurückgetreten, so mancher Kicker könnte im Winter den Absprung suchen. Und dann wär‘s noch schwieriger für den finanziell klammen Verein. St. Pölten ist aber nur einer von drei fußballerischen Brandherden in der Region.

Beim ATSV Ober-Grafendorf kommt das Sanierungsverfahren nun ins Laufen. Wie hoch die Außenstände sind, ist noch offen. Und erst wenn die Beträge am Tisch liegen, wird man wissen, ob der Fußball in der Pielachtalgemeinde eine Zukunft hat. NÖ-Spitzenfußball wird – dafür muss man kein Prophet sein – wohl nicht mehr gespielt werden.

Brandherd Nummer drei: Harland. Ebenfalls ein Verein mit langer, durchaus erfolgreicher Geschichte, der nun in der 2. Klasse kickt. Obmann Anton Heinzl will bei der Generalversammlung im Winter nicht mehr antreten. Ob sich ein Nachfolger findet, steht in den Sternen.

Drei Klubs, drei verschiedene Problemfelder. Und doch scheint‘s, als hätte das Vereinssterben die Region erreicht.