Erstellt am 30. März 2016, 05:34

von Alex Erber

Ein Hoch auf den Öko-Pionier. Alex Erber über Karl Nutz, der seinen Rücktritt verkündet hat.

In Herzogenburg wird der Umweltschutzgedanke seit langer Zeit großgeschrieben. Das liegt nicht zuletzt an einer sehr aktiven Stadtgruppe der Grünen und an den Sozialdemokraten, die sich konstruktiven Vorschlägen nie verschlossen haben; und seit einem Jahr erst recht nicht verschließen, zumal SP und Grüne im Gemeinderat eine Koalition bilden.

Ein Vorreiter dieses Umweltschutzgedankens ist zweifellos Karl Nutz. Obwohl der Grün-Mandatar meistens so umständlich formulierte, dass es zum Haareraufen war, wussten Kollegen und politische Gegner stets, dass er das Herz am grünen Fleck hat und dass ihm die zügige Umsetzung seiner Vorschläge ein ernstes Anliegen war. Starker Einsatz von Photovoltaik oder die Einführung des Elektro-Car-Sharings sind nur zwei Themen, um die sich der Ökopionier verdient gemacht hat. Nun unterbreitet er den Vorschlag, am Schillerring eine Begegnungszone („Shared Space Zone“) einzurichten.

Karl Nutz, niemals untergriffig, immer bescheiden, ist jetzt zurückgetreten. Er wird im Gemeinderat fehlen.