Erstellt am 12. Juli 2016, 05:53

von Alex Erber

Entchen hat sich herausgeputzt. Alex Erber über 30 Jahre Landeshauptstadt St. Pölten.

St. Pölten? Das war für Außenstehende eine industriell geprägte Stadt, in der es fürchterlich stinkt. Als das Votum zur Landeshauptstadt-Wahl bevorstand, hofften viele Außenstehende, dass die Entscheidung zugunsten von St. Pölten fällt. Wer wünschte sich denn, dass etwa das Kremser Ensemble von protzigen Glaspalästen zerstört wird? Die Tintenburgen passen doch viel besser dorthin, wo man ohnehin nicht viel Schaden anrichten kann.

Das Jahr 1986 war tatsächlich eine Zäsur. Seit damals hat sich sehr viel, fast alles zum Positiven gewandt. Es stinkt nicht mehr. Die einstige verschlafene Stadt ist quicklebendig, versprüht sogar so etwas wie urbanes Flair. Die Kurven aller relevanten Daten zeigen nach oben, mitunter ist der Anstieg sogar steil. Bevölkerungswachstum, die Zahl der Betriebe und Arbeitsplätze, die Zahl der Ausbildungsplätze in der Stadt, die mittlerweile über drei akademische Ausbildungsstätten verfügt, die Frequenz der Innenstadt-Besucher oder die Nächtigungen.

In diesem Sinne: Ad multos annos, Landeshauptstadt.