Erstellt am 06. Oktober 2015, 05:37

von Alex Erber

Kommunalpolitik allein gelassen. Alex Erber über besorgte Bürger ohne Anlaufstelle.

Völlig unnötigen Alarm gab es am Sonntag-Morgen: "Polizeieinsatz beim Geriatriezentrum!" So lautete die Meldung eines besorgten Bürgers. Im Prinzip stimmte das auch, allerdings handelte es sich um einen Routineeinsatz der Exekutive, die zum wiederholten Mal keine besonderen Vorkommnisse feststellte; also keine Massenschlägereien zwischen Syrern und Afghanen, die man aus den deutschen Nachrichten kennt.

Es besteht überhaupt kein Anlass zur Hysterie. Fest steht aber, dass viele Bürger besorgt sind. Das hat auch Herzogenburgs VP-Wirtschaftsstadtrat Erich Hauptmann bei einem seiner Streifzüge durchs Stadtzentrum erkannt.

Das Paradoxe daran ist, dass die Kommunalpolitiker, also die Politiker vor Ort, die Ängste und Sorgen der Menschen rund um die Flüchtlingskrise sehr genau kennen. Sie sind aber, Stichwort Durchgriffsrecht, von oben herab entmündigt worden, zumal es sich um eine außergewöhnliche Situation handelt. Dabei sollte man gerade auf sie hören, ihre Meinungen einbeziehen und diese dann in Überlegungen und Ideen einbinden.