Erstellt am 05. Dezember 2017, 05:30

von Birgit Kindler

Mehr in Stadt einkaufen. Birgit Kindler über die Schließungswelle in Herzogenburg.

Das nächste Traditionsunternehmen ist mit Anfang 2018 Geschichte. Nach dem Kindermodengeschäft Hokus Pokus schließt auch das Modehaus Kaiser am Rathausplatz, das 70 Jahre lang in Herzogenburg angesiedelt war. Die Eigentümer beschweren sich zwar nicht über Kundenmangel, wie es bei Hokus-Pokus der Fall war, allerdings haben beide auch noch einen anderen Job.

Einziger Lichtblick ist, dass das Unterwäschegeschäft Palmers im Geschäftslokal von Gwand & Schuh-Schweitzer eröffnet hat. Mit diesem Entschluss hat Katharina Angerer in Anbetracht der Schließungswelle großen Mut bewiesen. Dieser Mut macht sich aber nur bezahlt, wenn die Herzogenburger das Angebot auch nutzen und in ihrer eigenen Stadt einkaufen gehen. Nur so können die Geschäfte in der Innenstadt erhalten bleiben. Kaufen die Bürger lieber online oder woanders, weil es vielleicht um ein paar Euro billiger ist, müssen sie wohl auch damit leben, dass der Rathausplatz bald ausgestorben und unbelebt ist. Und das wünscht sich mit Sicherheit niemand für die Stiftsstadt.