Erstellt am 30. März 2016, 05:44

von Wolfgang Wallner

Profiluft ist rauer geworden. Wolfgang Wallner über den harten Weg der AKA-Kicker.

Rund 250 Talente kommen im Sommer wieder auf den Markt, wenn die Akademien ihre Abschlussjahrgänge in die freie Fußballwelt entlassen. St. Pöltens Juwelen wie Christoph Baumgartner sind – nicht nur beim SKN, der den Angreifer verpflichten will – heiß begehrt. Ebenso klar ist: Nur ein Bruchteil wird‘s zu einem Profi-Job bringen. Das Scheitern ist Teil des Systems.

Dass die Nachwuchsförderung in Österreich über die letzten Jahre an Qualität zugelegt, beweisen nicht nur die starken Leistungen unserer „U-Teams“, die zur Zeit im Länderspieleinsatz sind. Rot-weiß-rote Talente sind zum Exportartikel geworden. Für jene, die in Österreich ihr Glück suchen, ist die Luft allerdings rauer geworden. Nicht von ungefähr trägt Österreichs zweithöchste Spielklasse den Slogan „Heute für morgen“ nicht mehr im Liganamen. Wo kommen jetzt noch 18-, 19-Jährige zum Einsatz außer bei den viel gescholtenen Lieferingern? Ob LASK oder St. Pölten, ob Wr. Neustadt oder FAC: Wo‘s um die Wurst geht, setzen die Klubs auf gestandene Kräfte. Liga eins ist für die meisten eine Nummer zu groß, in der Regionalliga die Profi-Plätze limitiert. Keine optimalen Entwicklungsaussichten...

Um die Jungstars muss man sich nicht sorgen. Um die zweite Talentegarde sehr wohl.