Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:32

von Wolfgang Wallner

Vernunft erst im zweiten Anlauf. Wolfgang Wallner über die Zukunft in Ober-Grafendorf.

Wenn nichts mehr da ist außer Schulden, dann bleibt nur mehr die Option, einen Schluss-Strich zu ziehen. Das hat Friedrich Nusterer, der Insolvenzverwalter des Ober-Grafendorfer Fußballvereins getan. Dass am Schluss nur die Liquidation des Vereins stehen kann, ist absehbar. Das macht den Weg frei für einen Neustart – diesmal aber mit Vernunft und Augenmaß. 

Der Ober-Grafendorfer Express fährt mit Volldampf gegen die Wand. Für Außenstehende nach chaotischen Jahren mit zahllosen Spielereinkäufen offensichtlich. Für die Führungsriege wohl nicht. Nach Jahren, wo sich manche mit Ehrgeiz und Realitätsverweigerung frei nach Pippi Langstrumpf die Wirklichkeit so konstruiert haben, „wie sie mir gefällt“, schlägt nun die Stunde der Wahrheit. Fehler müssen klar beim Namen genannt werden. Und wenn mehr dahinter steckt, dann werden sich ohnehin die Gerichte damit beschäftigen müssen.

Aus sportlicher Sicht zentral: Nachwuchsbetrieb und Frauenteam müssen weitergeführt werden. Dort kann man für die Eskapaden beim einstigen Gipfelstürmer am wenigsten.

Den nächsten Schritt sollten die Pielachtaler nicht überhastet angehen. Aber früher oder später wird‘s wieder Männerfußball in Ober-Grafendorf geben. Diesmal hoffentlich auf vernünftiger Basis.