Erstellt am 10. Mai 2016, 05:54

von Alex Erber

Wohnungen in schiefem Licht. Alex Erber über zwei Bauprojekte in Herzogenburg.

Im Zuge der bundesweiten Zerreißprobe der Sozialdemokraten ist vielfach die Rede davon, dass es weniger um Abgrenzung oder Zuwendung zu den Freiheitlichen geht, sondern um die Konzentration auf wichtige Themen, um das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen. Eines dieser Themen ist die Schaffung von (leistbarem) Wohnraum für junge Menschen.

Die Umsetzung ist nicht so einfach, wie sich aktuell in Herzogenburg zeigt. Die geplanten Wohnungen beim geplanten „City-Hotel“ stoßen auf Widerstand von Anrainern. Kein Wunder: Wer gute Aussicht hat, möchte sich den Blick durch einen „Betonklotz“ nicht trüben lassen.

Der nächste Problemfall könnte schon in unmittelbarer Nähe entstehen. Am Nemschitz-Areal soll das engagierte Projekt „Junges Wohnen“ verwirklicht werden. Die Bauverhandlung fand bereits statt. Auch dort gibt es einen Anrainer, der den Lichteinfall auf sein Grundstück bedroht sieht. Wie Stadtamtsdirektor Kurt Schirmer mitteilt, hat er den gleichen Rechtsanwalt wie die „City-Hotel“-Anrainer . . .