Erstellt am 24. Mai 2016, 06:04

von Alex Erber

Zurück zu der goldenen Mitte. Alex Erber über die Wahl zum neuen Bundespräsidenten.

Hand aufs Herz, wer hätte einen derart knappen Ausgang der Bundespräsidentenwahl erwartet? Zu Redaktionsschluss stand nicht fest, welcher Bewerber am Ende das Rennen für sich entscheiden wird: Es war jedenfalls ein Wahl-Krimi, den Drehbuchautoren nicht besser schreiben hätten können.

In der Region Herzogenburg hat FP-Kandidat Norbert Hofer deutlich besser abgeschnitten als sein grünes Gegenüber Alexander Van der Bellen. Das ist keine Überraschung, bildet das Ergebnis doch den bundesweiten Trend ab: Größere Städte und Speckgürtel rund um Wien für Van der Bellen, kleinere Städte und Landgemeinden für Hofer.

In den ersten Reaktionen der maßgeblichen Mandatare in der Region dominiert Sachlichkeit. Von demokratischer Entscheidung, die zu akzeptieren sei, ist vielfach die Rede. Ein Vorbild für ihre Kollegen auf Bundesebene. Dort ist verbales Abrüsten nach diesem Wahlgang dringend gefragt. Die Botschaft kann nur lauten: Hin zur Mitte, weg von Extremen. Hin zu sanfteren Tönen, weg von lautstarkem Radau.