Erstellt am 16. November 2015, 15:51

von Claudia Stöcklöcker

Komplize belastete Rumänen schwer. Von Raub wurde 22-Jähriger freigesprochen, für Einbrüche setzte es für Duo gesiebte Luft.

 |  NOEN, Erwin Wodicka

Drei Jahre hinter Gefängnis setzte es wegen gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahls und Verleumdung für einen 22-jährigen Rumänen, 25 Monate Gefängnis kassierte ein gleichaltriger Landsmann im Prozess am Landesgericht St. Pölten.

Wie berichtet, gestand das Duo Einbrüche in Herzogenburg und Oberndorf in ein Fitnessstudio, den Pennymarkt und einen Imbissstand bereits am ersten Prozesstag. Bewaffneter Raub wurde einem der Rumänen vorgeworfen, nachdem ihn der Mitangeklagte bei seiner polizeilichen Einvernahme schwer belastet hatte.

„So etwas gibt’s doch nur in amerikanischen Filmen!“

Heuer im Februar soll, so der Angeklagte, sein Landsmann die Billa-Filiale beim Bahnhof in St. Pölten überfallen haben, auch ein Handtaschenraub bei einer Bushaltestelle in Herzogenburg soll auf dessen Konto gehen.

„Woher sollte ich eine Waffe haben? So etwas gibt’s doch nur in amerikanischen Filmen!“, erklärte der Angeklagte dazu bereits und leugnete vehement.

Der Prozess wurde vertagt, nun steht für den Senat fest: Einer der Rumänen hatte den Mitangeklagten zu Unrecht belastet.

„Beim Überfall auf die Billa-Filiale ist die Beweislage zu dürftig. Beim Überfall bei der Bushaltestelle können wir nicht ausschließen, dass der Angeklagte den Mitangeklagten nur deshalb beschuldigt, um Strafmilderung zu bekommen. Vielleicht ist er aber auch selbst der Täter“, so der vorsitzende Richter. Beide Urteile sind rechtskräftig.