Herzogenburg

Erstellt am 19. April 2017, 05:30

von Alex Erber

Kinderspielplatz Feldgasse: „Lärm ist keine Musik!“. Der umstrittene Kinderspielplatz Feldgasse sorgt jetzt für ein heftiges Wortgefecht: SP-Vizebürgermeister Christoph Artner greift FP an, Stadtrat Wolfgang Schatzl kontert scharf.

Symbolfoto  |  NOEN, pixabay.com

Für SP-Vizebürgermeister Christoph Artner ist Kinderlärm „Zukunftsmusik“. Das stellt er anlässlich der Debatte rund um den Kinderspielplatz in der Feldgasse in der SP-Zeitschrift „transparent“ fest.

Wie ausführlich berichtet, hatte es darüber in der jüngsten Gemeinderatssitzung Diskussionen gegeben. Sie endeten mit einem Kompromiss: In der verlängerten Riefthalgasse entsteht ein neuer Spielplatz, ehe der Spielplatz Feldgasse verlegt wird, evaluiert man die Situation durch eine Befragung der Anrainer, von denen einige gegen Lärm protestiert hatten.

Harter Diskurs um Spielplatz

„Eine Auflassung eines Spielplatzes in einem Siedlungsgebiet ist mehr als bedenklich. Wer eine Gesellschaft der Zukunft will, braucht eine Gesellschaft der Kinder“, hält Artner fest. Um im gleichen Atemzug die FP zu attackieren: „Spielende Kinder, ungeachtet ihrer Herkunft, grundsätzlich als störend und belästigend darzustellen, ist in dieser Diskussion fehl am Platz. Wie den Wortmeldungen zu entnehmen ist, würde die FP-Führung selbst hier gerne nach dem Motto ,Unser Lärm durch unsre Leut‘‘ differenzieren.“

Der Konter von FP-Stadtrat Wolfgang Schatzl ließ nicht lange auf sich warten: „Kinderlärm ist bei Gott keine Zukunftsmusik. Vielleicht möchte unser Herr Vizebürgermeister einmal zu den ,Bestzeiten‘ den Spielplatz in der Feldgasse besuchen und dann noch einmal befragt werden, ob er den Lärm und das Geschrei dort als Musik empfindet.“

Zu Artners Seitenhieb merkt Schatzl an, dass es „darum gegangen ist, dass in und rund um die Feldgasse der Anteil der Migranten sehr hoch ist und diese sich dort sehr dominant behaupten.“ In der Vergangenheit sei es bereits etliche Mal passiert, dass Kinder mit Migrationshintergrund österreichische Kinder attackiert und vom Spielplatz verwiesen haben. Schatzl: „Es ist wohl ein schlechter Scherz, dass am Spielplatz selektiert wird.“

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