Erstellt am 27. September 2015, 15:02

von Hans Kopitz

Jenseits von Raum und Zeit. Festival „Musica Sacra“ gastierte am Sonntag in der Stiftskirche. Zur Aufführung gelangte „Die Sehnsucht betet immer“ von Christian Minkowitsch. Besucher waren begeistert.

Ein metaphysisches Hörerlebnis, jenseits von Raum und Zeit, war die Komposition für Orgel und zwei Trompeten, die in diesem Konzert von Zsolt Simon, Stiftsorganisten Johannes Zimmerl sowie Zoltan Kellner (von links) zum ersten Mal aufgeführt wurde.  |  NOEN, Hans Kopitz

Das renommierte Festival „Musica Sacra“ ist aus dem herbstlichen Veranstaltungskalender der Landeshauptstadt und seinem musikalischen Umland nicht mehr wegzudenken, es ist längst zu einem beliebten Treffpunkt und Geheimtipp für Freunde alter, neuer und außergewöhnlicher Musik geworden. Interpreten und Ensembles von Weltruf bereichern die Szene und große Organisten lassen die wertvollen Monumente heimischer Orgelbaukunst erklingen.

Die Konzerte finden in einem außergewöhnlichen Ambiente statt: Glanzpunkte der abendländischen Kirchen- und Klosterbaukunst bilden einen würdigen Rahmen für die erlesenen Aufführungen und machen das Festival zu einem Gesamtkunstwerk mit Seltenheitswert.

Würdigung des Namensgebers

Nach Händels „Messiah“ vorletzten Sonntag im St. Pölner Dom, stand am vergangenen Sonntag vor begeisterten Besuchern „Die Sehnsucht betet immer“ von Christian Minkowitsch auf dem Programm, das in der Stiftskirche geboten wurde.

Der österreichische Komponist würdigt damit den Heiligen Augustinus von Hippo, der nicht nur Bischof, Klostergründer und Namensgeber des Bettelordens der Augustiner, sondern vor allem einer der bedeutendsten Theologen und Mystiker des Christentums war, dessen philosophische Schriften, Predigten und Bekenntnisse in ihrer spirituellen Dimension über alle Zeiten und Religionen hinausweisen.