Traismauer

Erstellt am 21. März 2017, 04:19

von Alex Erber

Wirbel um den Straßenbau. Liste MIT: „Prioritätensetzung ist seltsam: Anrainer warten auf Befestigung, SP stellt Feldweg ohne Gemeinderats-Beschluss her.“ Grünstäudl spricht von „Stimmungsmache“.

Roßmanith-Gasse: „Trotz Rechtsanspruch warten Anrainer auf Befestigung der Straße“, kritisiert MIT-Gemeinderat Günther Brunnthaler.  |  NOEN

Staubstraßen, Schlaglöcher, Dreck: Die Bürgerliste MIT fordert ein Investitionsprogramm für den Straßenbau. Der Stein des Anstoßes befindet sich in Oberndorf/Gebirge: „Während zahlreiche Anrainer von Staubstraßen im gesamten Gemeindegebiet seit Jahren auf die Asphaltierung ihrer Straßen warten, wird aktuell ein Feldweg in Oberndorf zu einem Hobby-Sportplatz ohne jeglichen Gemeinderatsbeschluss saniert, obwohl es dort keine Anrainer gibt“, ärgert sich MIT-Gemeinderat Günther Brunnthaler.

Im unmittelbaren Nahbereich, etwa in der Roßmanith-Gasse oder am Koglblick wohnen Anrainer seit Jahren in einer Straße mit zahlreichen Schlaglöchern: „Die Prioritätensetzung der Gemeindeführung ist seltsam.

Angesichts der Tatsache, dass in unserer Gemeinde ganze Straßenzüge auf ihre Sanierung warten, obwohl die betroffenen Familien seit Jahren ihre Aufschließungsabgabe bezahlt haben, ist dieser aktuelle SP-Alleingang unredlich!“

Raschere und effizientere Investitionen in das Gemeindestraßennetz

Brunnthaler fordert raschere und effizientere Investitionen in das Gemeindestraßennetz in den Wohngebieten - etwa in Oberndorf/Gebirge, Gemeinlebarn, Stollhofen und Neu-Traismauer.

„Stimmungsmache und die Bewohner einzelner Straßenzüge gegeneinander aufzubringen, wie es leider schon wieder von einer politischen Partei passiert ist, halte ich für durchaus entbehrlich und unangebracht“, kontert SP-Baustadtrat Walter Grünsteidl. Eine Asphaltdecke auf neuen Straßenzügen sei letztendlich auch davon abhängig, ob noch weitere Arbeiten vorhersehbar sind, die eventuell Aufgrabungen mit sich bringen.

„730.000 Euro für Straßenbau“

SP-Bürgermeister Herbert Pfeffer betont, dass die Stadtgemeinde heuer rund 1,8 Millionen in Straßenbau, Kanal und Entwässerung investieren wird: „Im außerordentlichen Haushalt sind 730.000 Euro für den Straßenbau, eine Million Euro für Kanalbau und digitales Kanalkataster und 35.000 Euro für die Sanierungsmaßnahmen auf Güterwegen vorhergesehen.“

Derzeit werde in Oberndorf der Weg zum Fußballplatz gegrädert: „Dieser Weg wird von Vereinsmitgliedern und Landwirten oft befahren.“ Der Koglweg in Oberndorf werde noch heuer die Straßenbeleuchtung bekommen und mit der Sanierung der Lobfeldstraße in Gemeinlebarn werde demnächst begonnen.

Pfeffer: „Danach wird die Ortsstraße beim Feuerwehrhaus Frauendorf erneuert. Die Sanierung der Severingasse in Traismauer steht ebenfalls am Bauprogramm wie auch noch weitere Straßenzüge, die der Reihe nach folgen. In der Herzogenburger Straße beginnen bald die weiterführenden Bauarbeiten in Verbindung mit dem neuen kombinierten Rad- und Gehweg.“

Oberndorfer-Steg ist Ende April fertig

Gute Nachrichten gibt es vom Oberndorfer Steg: Mit der Fertigstellung ist Ende April zu rechnen. Im Mai sind dann die Eröffnung und Segnung des Traisenüberganges geplant. Stadtrat Grünstäudl: „Gemeinsam mit der Oberndorfer Bevölkerung wollen wir ein kleines Fest organisieren. Bis dahin soll auch der Zufahrtsweg zum Steg saniert werden.“

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