Erstellt am 10. Juni 2016, 10:55

von Günther Schwab

Lärm bei Fest: Unrühmliche Fortsetzung. Anonymes Schreiben an die Feuerwehr Stollhofen sorgt für Riesenwirbel. Verfasser beklagt Lärm bei Fest. Kommandant Stockinger: "Kein einziger Anrainer hat sich beschwert."

 |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)

Im Anschluss an das Feuerwehrfest hat jetzt ein „Anonymus“ den Florianijüngern „gute Ratschläge“ erteilt und zugleich heftige Kritik geübt. Das Kommando und die Silberhelme sind empört.

Die NÖN hatte ausführlich berichtet: Bereits vor Abhaltung des Feuerwehrfestes traf ein Schreiben einer Anrainerin bei der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten ein. Darin hat die Stollhofnerin mit einer Anzeige durch die absehbare Ruhestörung gedroht. Aus diesem Grund stellte sich die Exekutive unmittelbar vor Festbeginn am Festplatz ein und es folgte ein Gespräch mit den Verantwortlichen. Ein besonderer Schwerpunkt der „Unterredung“ waren die Einhaltung der Festzeiten und der diversen Bestimmungen. Die Feuerwehr Stollhofen hielt sich an die Vorgaben und das Fest lief in geregelten Bahnen ab.

„Erst gemütlich, nun ein Lärmspektakel"

Jetzt landete ein anonymes Schreiben eines(r) Festbesucher(in) im Postkasten des Kommandanten Markus Stockinger. Darin heißt es: „Wir sind schon seit vielen Jahren Besucher Eures Feuerwehrfestes, weil wir die gemütliche Atmosphäre und das gute Essen und Trinken stets geschätzt haben. Aber seit dieses Fest im neuen Feuerwehrhaus stattfindet, müssen wir mit Bedauern feststellen, dass sich diese ehemals ruhige gemütliche Veranstaltung zu einem Lärmspektakel entwickelt hat!“

Und weiter: „Eigentlich wollten wir und viele unserer Bekannten heuer Euer Fest gar nicht besuchen, da im Vorjahr an allen drei Tagen so ein Höllenlärm geherrscht hat – vor allem die Beschallung mit der Musik aus der Bar mit DJ und die ungeheure Lautstärke des Basses der Musikanlage wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Aber da wir schon so lange zu Euch kommen, haben wir's noch einmal versucht!“

Offenbar erfolglos, denn es heißt in dem Schreiben danach: „Ich kenne die von Euch angeführte Anrainerin nicht, aber seid mir nicht böse, kein Wunder, wenn die Nachbarschaft rebelliert!“

„Wer sich nicht traut, macht‘s anonym! "

Im Kommando der Feuerwehr Stollhofen wurde eingehend beraten. Man kam zum Entschluss, einen „Offenen Brief“ in der NÖN zu veröffentlichen. Darin heißt es: „Wer sich nicht traut, macht‘s anonym! Wenn wir wüssten, wer Sie sind, würden wir gerne über die falschen Anschuldigungen mit Ihnen diskutieren, so wie vernünftige Menschen miteinander reden. Zu der von Ihnen angesprochenen Lärmbelästigung sei nur so viel gesagt, dass sich kein einziger Anrainer innerhalb von 300 Metern durch zu laute Musik belästigt gefühlt hat.“

Kommandant Markus Stockinger: „Sollte bei dem Verfasser des Schreibens einmal ,Feuer am Dach‘ sein, werden wir selbstverständlich rasch mit den besten Einsatzgeräten, welche wir uns erst nach Feuerwehrfesten leisten können, kommen. Natürlich rasch und selbstverständlich leise, damit er nicht in seiner Ruhe gestört wird!“