Erstellt am 03. Juni 2016, 04:05

von Hans Kopitz

Lehrlinge erhielten Bremi-Preis. 37 junge Mädchen und Burschen sind heuer mit den begehrten Gutscheinen bedacht worden.

Bürgermeister Franz Zwicker und Evelyne Moser-Bruckner (links) sowie Dietmar Pfeiffer (rechts) mit Adem Seker, Elisabeth Eder, David Redl, Alexander Planyavsky, Martin Dür und Christian Reichl. Sie erhielten den Bremi-Preis von je 200 Euro.Hans Kopitz  |  NOEN
Wie gut die Lehrlingsausbildung in den Herzogenburger Betrieben ist, zeigten einmal mehr die Verleihung des Ulrich-Bremi-Lehrlingsförderungspreises und des Lehrlingsförderungspreises der Stadtgemeinde, die vergangenen Dienstag im Volksheim vorgenommen wurden.

37 Lehrlinge, neun weniger weniger als im Vorjahr, wurden prämiert. 26 Lehrlinge kamen von der Firma Georg Fischer, elf von den Firmen Elektro Lechner, Sparkasse, Hair-fair-Friseur, Kfz Knabb, Fotostudio Höfinger, Optiker Spindler, Baumeister Heigl, Gastronomie Bertl, Kaba und Paweronschitz-Installationen.

Gutscheine in Höhe von 30 bzw. 50 Euro

Sie erhielten für ihre guten beziehungsweise ausgezeichneten Erfolge in der Berufsschule, ihre hervorragende Arbeitseinstellung und Hilfsbereitschaft, Motivation, Teamfähigkeit oder besondere Kundenfreundlichkeit Gutscheine in der Höhe von 30 beziehungsweise 50 Euro.

Elisabeth Eder, Veli Merkan, David Redl, Martin Dür, Nathalie Ebner, Alexander Planyavsky, Lukas Stockinger, Marvin Fessel, Christian Reichl und Adem Seker bekamen den Bremi-Preis in der Höhe von 200 Euro.

Alle Lehrlinge erhielten zusätzlich einen Gutschein in der Höhe von je zehn Euro von der Interessensgemeinschaft der Wirtschaft. Die musikalische Umrahmung des Festakts übernahm Martin Arnold mit seinen Musikschülern.

Kaba: Lehrwerkstätte soll ausgebaut werden

Erich Böck, der durch das Programm führte, begrüßte die Ehrengäste. Darunter befanden sich Bürgermeister Franz Zwicker, Vizebürgermeister Christoph Artner, der ehemalige Georg-Fischer-Geschäftsführer Walter Blesl, Kaba-Geschäftsführer Dietmar Pfeiffer Andreas Tischer, der Direktor der Polytechnischen Schule, Evelyne Moser-Bruckner, Obfrau der Interessensgemeinschaft der Wirtschaft, Peter Taschler und Lukas Dopler, die Lehrlingsausbildner von G+F und Kaba, sowie Stadt- und Gemeinderäte fast aller Fraktionen.

Im Mittelpunkt standen die Lehrlinge, die mit ihren Eltern und Freunden zur Verleihung gekommen waren.

Auf die Frage, wie es künftig mit der Lehrlingsausbildung bei Kaba ausschaut, betonte Geschäftsführer Dietmar Pfeiffer, dass man in den beiden vergangenen Jahren ein bisschen den Fokus auf Ausbildung verloren habe: „Aber nun wurde von der Geschäftsleitung der Entschluss gefasst, die Lehrwerkstätte auszubauen. Zurzeit gibt es drei Lehrlinge in Herzogenburg und zwei im Werk in Eggenburg.“ Wie man die 70 Kilometer überbrücken will, die zwischen beiden Orten liegen, wird die Zukunft zeigen.

"Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir"

Bürgermeister Franz Zwicker betonte, dass bisher 150 Lehrlinge für ihre besonderen Leistungen ausgezeichnet wurden. „Ich finde es aber traurig, dass von vielen Eingeladenen nur wenige gekommen sind.“ Zu deren Verteidigung müsse man aber sagen, dass ein Großteil von ihnen derzeit in der Berufsschule oder beim Bundesheer sei.

Im Rahmen der herbstlichen Wirtschaftsausstellung in der Anton-Rupp-Freizeithalle wird es heuer auch einen Lehrlingstag geben, um so die Einstellung zu einem Lehrberuf etwas ins Rampenlicht zu rücken.

„Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir“, ist ein Spruch, in dem ein Korn Wahrheit steckt. Wer in der Schule fleißig ist, tut sich auch später im Leben leichter, nicht nur in der Pflichtschule, sondern auch später in der Berufsschule und vor allem im Leben.

Vom Metallarbeiter in die Chefetage

Diesen Spruch hatte auch der Schweizer Unternehmer Ulrich Bremi vor Augen. Nach ihm wurde die Straße östlich des Kaba-Verwaltungszentrums benannt. Er hat die Preise für erfolgreiche Lehrlinge gestiftet. Die Stadtgemeinde hat diese ausgezeichnete Aktion aufgegriffen und sich dann angeschlossen.

Der 86-jährige Ulrich Bremi war in seiner Jugend einfacher Metallarbeiter und schaffte es durch Fleiß, bis in die höchsten Chefetagen aufzusteigen. Von 1962 bis 1990 leitete er die Züricher Bauer-Kaba-Gruppe und bis 1998 fungierte er als Verwaltungspräsident der Georg Fischer AG in Schaffhausen.

Bremi stellt 12.000 Euro in Aussicht

16 Jahre war er Mitglied des Schweizer Nationalrates, davon zwei Jahre als Ratspräsident. Da ihm die Jugend schon immer sehr am Herzen lag, rief er 2010 diesen Stiftungspreis in der Höhe von 10.000 Euro ins Leben.

Da das Geld langsam zur Neige geht und sich Bürgermeister Franz Zwicker schon auf die Suche nach Sponsoren begeben hatte, war es natürlich erfreulich, dass vor 14 Tagen ein Brief eintraf, wo Bremi weitere 12.000 Euro in Aussicht stellt, sodass auch in den kommenden Jahren der Lehrlingsförderungspreis vergeben werden kann.

Kommentar von Alex Erber