Erstellt am 09. Dezember 2015, 03:53

von Günther Schwab

Mit Flüchtlingsprojekt neue Hoffnung schenken. Die Bauarbeiten im Pfarrhof wurden nun abgeschlossen. Wohnung steht für den Einzug einer syrischen Familie bereit. Zuteilung der Personen erfolgt nun durch die Caritas.

Die engagierten Helfer bei der Wohnungsadaptierung: stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende Ingeborg Leitner, Hedwig Maissner, Franz Klaus, Sarah Leisser, Erna und Martin Klaus, Martina Klaus-Leisser, Christine Bauer, Stadtpfarrer Josef Seeanner, Brigitte Horvath, Diakon Thomas Skrianz, Lukas Leitner und Benjamin Teufl (von links).  |  NOEN, zVg

Nachdem Papst Franzikus im Sommer dazu aufgerufen hatte, dass jede Pfarre eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen sollte, hat nun auch die Stadtpfarre Traismauer die Aufnahme einer Familie vorbereitet: Bereits im September beschloss der Pfarrgemeinderat einstimmig, leer stehende Räumlichkeiten im Pfarrhof rasch zu adaptieren und für eine syrische Familie vorzubereiten.

„Dies ist ein Ruf der Stunde“

Die Arbeiten begannen im Oktober und wurden nun abgeschlossen: Ein Vorzimmer, eine geräumige Wohnküche mit Küchenblock, Sitzecke sowie einer Couch, zwei Schlafzimmer und ein Bad mit Dusche stehen nun für die Ankunft einer Familie bereit.

Weil die Bauarbeiten bis auf die Sanitär- und Elektroinstallationen von freiwilligen Helfern aus der Pfarre getragen wurden, entstanden für die Stadtpfarre nur geringe Kosten.

„Wir können natürlich mit diesem Beitrag nicht die großen Probleme der aktuellen Flüchtlingskatastrophe lösen, die ganz Europa derzeit beschäftigt. Mit dieser Initiative wollen wir jedoch einer Flüchtlingsfamilie wieder dauerhaft Hoffnung schenken. , dem so viele Freiwillige in den vergangenen Wochen gefolgt sind. Dafür sage ich ein herzliches ‚Vergelt‘s Gott!‘“, erklärt Stadtpfarrer Josef Seeanner.

Über 440 Stunden investiert

Nach der Fertigstellung wird die Zuteilung einer syrischen Familie nun von der Caritas vorbereitet.

Die Pfarre bedankt sich bei allen Spendern von Sachspenden, Einrichtungsgegenständen, Gebrauchsgütern und Geldbeträgen sowie natürlich bei allen freiwilligen Helfern, die insgesamt über 440 Stunden in dieses Projekt investiert haben.

Wer selbst noch einen Beitrag leisten möchte, kann dies mit einer Geldspende auf das Konto der Stadtpfarre (IBAN: AT432021900100012640) mit dem Betreff „Spende Pfarrwohnung“ tun.