Herzogenburg , St. Pölten , Traismauer , Unterradlberg

Erstellt am 15. Mai 2018, 14:06

von Alex Erber

Fischsterben: Die Ursache ist geklärt. Ammoniak-Austritt bei Firma Egger hatte verheerende Folgen für die Umwelt.

Symbolbild

Die Ursache für das dramatische Fischsterben im Mühlbach steht fest: Bei Egger Getränke kam es am Samstag früh in der Produktion in Unterradlberg zu einem Ammoniak-Austritt. Ammoniak wird in der Produktion als Kühlmittel eingesetzt. Die Produktion wurde daraufhin sofort – und wie für solche Fälle standardisiert vorgesehen – unterbrochen, um die Mitarbeiter zu schützen und die Fehlerquelle zu beheben.

„Um die Gefahr für die Mitarbeiter zu bannen, wurde der Ammoniak mit Wasser gebunden, wodurch verunreinigtes Wasser in die Kanalisation sowie in weiterer Folge in den Mühlbach gelangt ist“, heißt es seitens des Unternehmens.

Seit Montagabend gibt es Klarheit darüber, dass die Verunreinigung des Mühlbaches von Egger Getränke verursacht wurde; das Unternehmen stand und steht zu jedem Zeitpunkt in laufendem Austausch mit den Behörden.

„Wir bedauern den entstandenen Schaden in aller Form"

Ein bei Wartungsarbeiten zu lange geöffnetes Ventil an einem Kälteaggregat hatte zu dem Austritt geführt, wobei ein Teil des Ammoniaks auch in den Kanal absank. In Folge kam es zu einer Fehleinschätzung in der Beseitigung der Ammoniakdämpfe: Die Mitarbeiter wollten den beißenden Geruch dämpfen und haben Wasser in den Abfluss geleert, wodurch es zur Laugenbildung kam.

„Wir bedauern den entstandenen Schaden in aller Form und setzen alles daran, den Vorfall im Detail zu analysieren sowie die Schäden zu beheben. Gemeinsam mit Fischerei-Sachverständigen und dem örtlichen Fischereifachverband werden wir das ökologische Gleichgewicht im Mühlbach so rasch wie möglich wiederherstellen,“ erklärts Egger-Getränke-Geschäftsführer Kurt Ziegleder.

Aktuell finden bereits erste Gespräche mit den Betroffenen statt.