Erstellt am 10. September 2015, 10:17

von Alex Erber

Multikulti an der Nordsee. Herzogenburger Volkstänzer haben Österreich bei einem internationalen Festival in Belgien würdig vertreten. Zuvor waren extra einige Schuhplattler eingeübt worden.

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Ihr 15-jähriges Bestehen war der Anlass, weswegen die belgische Volkstanzgruppe De Sloepe zu einem mehrtägigen internationalen Tanzfestival einlud. Zu diesem Multi-Kulti-Fest nach Knokke-Heist, einer Fischerstadt an der Nordseeküste an der Grenze zu Holland, waren nicht nur Brauchtumsgruppen aus Portugal und dem fernen Indonesien, sondern auch die Landjugend Volkstanzgruppe Herzogenburg angereist. Die Unterbringung der 15 Herzogenburger erfolgte bei Gastfamilien.

Neben zahlreichen Auftritten und einem großen Umzug durch die Straßen der Stadt hatten die Veranstalter ein dichtes Rahmenprogramm für die Gastgruppen zusammengestellt. So waren die Herzogenburger Zaungäste einer Prozession, bei der aller im Meer verunglückten Fischer der Stadt gedacht wurde. Bei den Ausflügen ging es außerdem in die Nachbarstädte Brügge und Blankenberge oder an den Sandstrand von Knokke-Heist. Selbstverständlich wurden auch die berühmte belgische Schokolade und das dort typische Bier verkostet.

Galaabend als Höhepunkt

Den Höhepunkt des Festivals bildete der Galaabend, bei dem die Herzogenburger österreichische Kultur und Brauchtum würdig vermitteln konnten: Einige neu einstudierte Tänze und vor allem das Schuhplatteln sorgten bei den Gästen für tosenden Applaus. „Wir haben für die Reise noch ein paar Schuhplattler gelernt, damit wir auch diesen Teil österreichischen Brauchtums herzeigen können“, sagt Volkstanz-Obmann Julius Moderbacher, der nebenbei bei der Schuhplattlergruppe Herzogenburg aktiv ist.

Nach mehr als fünf Jahren Pause war dies übrigens der erste internationale Volkstanzaustausch, an dem die Herzogenburger teilnahmen.

Auslandsreisen "auf der Tagesordnung"

In den vergangenen Jahrzehnten waren schon Auslandsreisen nach Polen, Sizilien oder ins kanadische Toronto am Programm gestanden, zuletzt war es nach Schleswig-Holstein gegangen. Da der Großteil der heute aktiven Mitglieder vorher noch kein internationales Volkstanzfestival besucht hatte, war es für alle Beteiligten umso spannender, meint Leiterin Maria Haiderer: „Wir haben viele neue Eindrücke gewonnen, unseren Horizont erweitert und der Spaß kam dabei auch nicht zu kurz.“

Über einen Besuch der Gastgebergruppe aus Belgien im Traisental wird schon laut nachgedacht.