Traismauer

Erstellt am 07. November 2017, 05:31

von Günther Schwab

Großbaustelle verärgert Bevölkerung. Das Großprojekt Naturwärme sorgt für Unmut. Im August war der Baubeginn für das Projekt, wo mit der Errichtung einer Biomasse-Wärmeversorgung begonnen wurde. Seither hat es Grabungsarbeiten in der Innenstadt gegeben, die zeitweise zu Behinderungen im Alltagsleben führten.

Mit dem neuen Biowärmeheizwerk (Brennmaterial: Hackschnitzel) werden künftig alle kommunalen Gebäude in der Traismaurer Innenstadt und auch mehrere Private mit „Naturwärme“ versorgt werden.  |  NOEN, Schwab

Seitens der Geschäftstreibenden als auch der Kunden war oftmals Geduld gefragt, da sich die Bauarbeiten infolge der archäologischen Ausgrabungen seitens des Bundesdenkmalamtes zum Teil sehr schwierig gestalteten. In manchen Teilabschnitten waren die Verzögerungen beim Bauzeitplan erheblich. Manche Passanten beschwerten sich bereits über die „chaotischen Zustände“ beim Fernwärmebau in Traismauer.

„Friedhof zu klein, wenn Stadt wachsen soll“

„Die Geschäftsleute haben Einbußen, weil in die Innenstadt nicht zugefahren werden kann. Außerdem steht der riesige Heizwerkbau auf dem Grundstück, das eigentlich für die Erweiterung des Friedhofes gedacht war. Wenn die Stadt wachsen soll, dann sterben ja auch mehr Menschen und somit wird der Friedhof auf lange Sicht zu klein werden“, zeigt sich Wilhelm Hellmann kritisch.

Seitens der Stadtgemeinde versucht man zu beruhigen

„Ein Großteil der Bauarbeiten ist bereits durchgeführt worden. Die Rettungsgrabungen befinden sich in der finalen Phase und bis auf kleinere Teilbereiche werden in den kommenden Tagen die Künetten in der Innenstadt wieder verfüllt werden“, so Baustadtrat Walter Grünstäudl (SP). Mitte November (geplant ist der 13.) wird ein weiterer Teilbereich der Wienerstraße asphaltiert und uneingeschränkt dem Verkehr freigegeben.

Von 14. bis 17. November konzentrieren sich die Bauarbeiten auf den Hauptplatz in Traismauer, weiß Grünstäudl. Dabei werden die Querungen für die Hausanschlüsse „Betreutes Wohnen“ und weitere Objekte gegraben. Der Hauptplatz ist in diesem Zeitraum – wahrscheinlich für drei Tage – zur Gänze gesperrt. „Danach werden je nach Witterung die Bauarbeiten nur noch begrenzt fortgesetzt. 2018 werden in der Venusbergerstraße die Rohre verlegt. Für heuer findet die umfangreiche Bautätigkeit ein baldiges Ende“, ergänzt Bürgermeister Herbert Pfeffer (SP).

Die Inbetriebnahme des neuen Biomasseheizwerkes erfolgt am 15. Dezember.