Erstellt am 12. April 2016, 18:24

von Lisa Röhrer

Neustart in Schlossküche. Ehemaliges Manager-Duo eröffnet im Mai das "Balthasar". Mit österreichischen Spezialitäten will es ein breites Publikum ansprechen und zu einem echten "Dorfwirt" werden.

Markus Katschnig (links) und Martin Prückler wollen das Schloss mit dem »Balthasar« noch mehr beleben.  |  NOEN

Seit Anfang des Jahres steht die ehemalige Schlossküche in Walpersdorf leer. Die Wiedereröffnung ist aber nicht mehr weit: Die neuen Pächter, Markus Katschnig und Martin Prückler, zwei ehemalige Top-Manager, die bei dem Wiener Cateringunternehmen „Do & Co“ bereits Gastronomieerfahrung gesammelt haben, arbeiten momentan auf Hochtouren, um die Schlossküche mit dem „Balthasar“ ab Mai wieder zu beleben.

Österreichische Küche, neu interpretiert

Obwohl noch nicht feststeht, wer im „Balthasar“ schlussendlich hinter dem Herd stehen wird – die Verhandlungen mit unterschiedlichen Köchen laufen – haben Prückler und Katschnig bereits konkrete Vorstellungen und ein genaues Konzept. Kulinarisch setzen sie auf solide österreichische Küche, aber durchaus auch mit neuen Interpretationen: „Wir wollen die breite Masse ansprechen und der ,Dorfwirt‘ werden“, erklärt Prückler.

Eine schnelldrehende Karte mit saisonalen Schwerpunkten, angepasst an die lokalen Lieferanten, soll für Abwechslung und Zufriedenheit der Gäste sorgen. „Außerdem wollen wir aufräumen mit dem Vorurteil, dass sich die Schlossgastronomie nur an gut betuchte Kundschaft richtet. Vernünftige Preise sind uns sehr wichtig, das Schnitzel etwa soll auf jeden Fall unter zehn Euro kosten!“

Einen wesentlichen Bestandteil des Wirtshauses werden außerdem die regionalen Weine darstellen. Für die edlen Tropfen aus dem Traisental wird im „Balthasar“ eine Gebietsvinothek eingerichtet.

Ein umfassendes Eventmanagement

Den zweiten Teil des Konzepts bildet für das Duo das Eventcatering: „Bisher wurden für Hochzeiten und Ähnliches hier nur die Räumlichkeiten des Schlosses zur Verfügung gestellt. Wir möchten auch Eventmanagement anbieten. Wir wollen uns hier auch nicht auf die Kulinarik beschränken, sondern gemeinsam mit dem Kunden etwa auch passende Live-Musik auswählen oder uns um die Ausstattung mit Licht- und Ton kümmern“, meint Katschnig, der in den vergangenen Jahren für eine Schweizer Eventagentur tätig war und am Hospitality-Management von Sport-Großveranstaltungen, wie etwa der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, beteiligt war.

Als Gastgeber möchte das Duo auch selbst am Tagesgeschehen im „Balthasar“ beteiligt sein: „Das Wichtigste für uns ist es, dass sich die Gäste bei uns wohlfühlen!“ Obwohl der genaue Termin für die Eröffnung noch nicht feststeht, konnten die ersten Reservierungen bereits vorgenommen werden.