Erstellt am 05. März 2016, 10:54

von Hans Kopitz

"Nicht unsere Sprache". Landtagsabgeordnete Ilona Tröls-Holzweber war Ehrengast bei der SP-Ortsorganisation St. Andrä. Dabei prangerte sie Ausdrucksweise in sozialen Netzwerken an.

 |  NOEN

Ein Bericht über die Aktivitäten im abgelaufenen Jahr, interessante Neuigkeiten auf dem Sektor Berufsorientierung und Berufsausbildung, vorgebracht von Landtagsabgeordneter Ilona Tröls-Holzweber sowie Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft standen im Vordergrund der SP-Jahreshauptversammlung im Amtshaus. Ortsvorsteher Friedrich Schlager, der dazu auch Bürgermeister Franz Zwicker, Vizebürgermeister Christoph Artner und den ehemaligen Ortsvorsteher und Tourismusverbandsobmann Josef Bauer begrüßte, berichtete über den Arbeiterball, die letzten Ostergrüße im Geriatriezentrum, die Teilnahme an der Maikundgebung, das Kinderfest in den Ferien und den Dreitages-Ausflug nach Salzburg und Osttirol.

Das große Packen hat bereits begonnen

Kassier Herbert Wölfl erstattete den Kassabericht: „Es ist erfreulich, diese Kassa zu prüfen, denn jeder Beleg ist vorhanden“, so Rechungsprüfer Vizebürgermeister Christoph Artner.

Bürgermeister Franz Zwicker berichtete über das Gemeindegeschehen in den vergangenen zwölf Monaten, wobei er, wie er sagte, mit dem Schönsten begann: Das große Packen zur Umsiedelung im Zuge des Baus des Rathauses hat bereits begonnen. Denn ab 14. April geht dann nichts mehr: „Da wird das alte Rathaus dem Erdboden gleich gemacht.“

Mit dem neuen Rathaus - „Beim ersten Blick auf die Pläne hat es mir schon die Nackenhaare aufgestellt“, so Zwicker, geht auch ein langer Kampf mit der Krankenkassa wegen der Barrierefreiheit bei den im Rathaus angesiedelten Arztpraxen zu Ende.

Hinsichtlich eines Zuschusses vom Land für den Rathaus-Bau zeigte sich Zwicker zuversichtlich.

Die Schwerpunkte Ausbildung und Arbeit hatte das Referat von Ilona Tröls-Holzweber, denn NÖ hat 70.500 Arbeitslose. „Und jeder Arbeitslose ist einer zu viel“, so die Landtagsabgeordnete, die durchsetzen will, dass für alle Schüler ein berufsorientiertes Schuljahr eingeführt wird. Denn viele Jugendliche würden nach acht Jahren Schulpflicht nur ein Jahr ins Gymnasium wechseln, um nicht die Polytechnische Schule besuchen zu müssen. „Die Schüler sind nicht so ausgebildet, wie sie es sein sollen. Viele Firmen müssen das Niveau ihrer Eignungstests senken, weil ihn die Jugendlichen nicht mehr schaffen“, so Tröls-Holzweber. Sie prangerte auch „menschenverachtende Ausdrücke“ bezüglich Flüchtlingssituation im sozialen Netzwerk facebook an: „Die Sprache wird immer härter, die Toleranz immer kleiner - aber das ist nicht unsere Sprache!“

Zum Abschluss gab es Urkunden für lange Jahre Parteizugehörigkeit: 70 Jahre für Walter Führlinger, 60 Jahre für Erich Bugl und Herta Führlinger, 50 Jahre für Anna Marchhart, Herta Müllner, Gertrude Frühwirth und Herta Billek, 25 Jahre für Heidi Minarik.