Erstellt am 17. November 2015, 05:28

von Birgit Kindler

NÖN-Leopold für Pionier Erich Erber. Auszeichnung I / Für die großartige Arbeit im Bereich antibiotikafreier Futtermittel ist der erfolgreiche Firmengründer jetzt geehrt worden. INZERSDORF-GETZERSDORF / Der NÖN-Leopold in der Kategorie Wirtschaft ging heuer an Erich Erber,

Preisüberreichung: NÖN-Marketingchef Robert Richter, Herzogenburgs Redaktionsleiter Alex Erber, Leopold-Preisträger Erich Erber und NÖN-Chef vom Dienst Daniel Lohninger (von links).  |  NOEN, Erich Marschik

Der NÖN-Leopold in der Kategorie Wirtschaft ging heuer an Erich Erber, Firmengründer der seinerzeitigen Erber KG und nunmehr Aufsichtsratsvorsitzender der Erber Group. „Diese Auszeichnung ist eine große Ehre“, freute sich Erber bei der Überreichung der Leopold-Statue vom NÖN-Team mit Chef vom Dienst Daniel Lohninger, Herzogenburgs Redaktionsleiter Alex Erber und Marketingchef Robert Richter in Getzersdorf.

Die Erfolgsgeschichte begann vor 32 Jahren in Pottenbrunn. Erbers Ziel war es, antibiotikafreie Tierfuttermittel zu erzeugen.

Standort bietet gute Infrastruktur

„Damals habe ich mir ein Jahr für meine Idee gegeben und mir gedacht, ein Jahr ohne Einkommen, das überlebe ich und wenn nichts daraus wird, dann sperre ich eben wieder zu“, erzählte Erber.

Es blieb aber Geld übrig und mittlerweile ist aus dem Pionierprojekt ein Weltkonzern mit 1.600 Mitarbeitern in 100 Ländern geworden. Erst heuer im August wurde die neue Konzernzentrale eröffnet.

„Zwar ist Getzersdorf jetzt nicht der Nabel der Welt, auch, weil der Name schwierig auszusprechen ist, wenn man weltweit korrespondiert“, meinte Erber. Aber man habe sich aufgrund der guten Infrastruktur – direkt an der S 33, nahe St. Pölten und Tulln – dennoch für diesen Standort entschieden. Auch die Möglichkeit zur Expansion besteht in Getzersdorf.

Auf Forschung wird großer Wert gelegt

„Was in der Erber Group großgeschrieben wird, sind die drei S – Science, Service und Speed“, erklärte Erber. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen werde fünf Prozent in die Forschung investiert, für die Kunden gebe es außerdem ein 24-Stunden-Service und die Kunden könnten tagtäglich kündigen. Derzeit forscht die Erber Group an Bakteriophagen, die als Ersatz für Antibiotika bei Schweinen zum Einsatz kommen.

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