Erstellt am 04. Juli 2016, 14:40

von Maria Prchal und Thomas Peischl

Natascha-Rafaella Plank: Misston verhinderte Sieg. Die zehnjährige Natascha-Rafaella Plank brillierte auch beim Landesfinale auf ihrer Panflöte. Hitzebedingt erwischte sie beim Start jedoch falsches Rohr.

Das sind die größten Talente des Landes NÖ mit Moderator Andy Marek. Natascha-Rafaella Plank (hinten, Fünfte von rechts) konnte auch dieses Mal mit ihrer Panflöte zum Jubel ihrer Fans vollauf überzeugen.  Foto: Thomas Peischl  |  Thomas Peischl

An einem heißen Sommerabend ging das Landesfinale von „Die NÖN sucht das größte Talent“ über die Bühne des Hauses der Musik in Grafenwörth.

Zwölf unglaubliche Talente aus allen Vierteln des Landes hatten es über mehrere Vorausscheidungen bis hier her geschafft. Darunter war die erst zehnjährige Natascha-Rafaella Plank aus Herzogenburg.

Moderator Andy Marek, selbst musik-, gesangs-, bewerbs- und nicht zuletzt stadionerprobt, zeigte erneut, dass er es versteht, einen Bewerb bis zur letzten Minute spannend zu gestalten. Zuerst erklärte er aber, was Sache ist: „Das ist kein Kiddy Contest, das ist eine echt fette Bühne und die spielen alle live!“

Die Jury war prominent besetzt

Die prominent besetzte 15-köpfige Jury, darunter Erwin Bros, Willi Dussmann, Rudi Damberger (Zwettler Bier), Charly Zöchling (Raiffeisenclub), Otto M. Schwarz, Wolfgang Lindner und Talente-Sieger aus den Vorjahren, machte sich die Entscheidung nicht leicht. Ihre Stimmen wogen aber nur 70 Prozent, die restlichen 30 Prozent der Entscheidung traf das zahlreiche Publikum per Telefon-Voting – und in den zehn Minuten, in denen die Leitungen offen waren, gingen satte 12.038 Anrufe ein!

Das größte Talent des Jahres 2016 heißt Lea Gruber aus Göstling, die die schwierige Nummer „If I Ain’t Got You“ nicht nur gefühlvoll sang, sondern sich auch noch selbst am Keyboard begleitete. Sie gewann vor Julia Neuhauser aus Deutsch Haslau und dem Tullner Trio Magdalena Hirsch, Hannah und David Roitner.

Für Natascha-Rafaella gab es den geteilten sechsten Platz.

Ihre Mutter Michaela Plank reflektiert über den Abend: „Man muss dieses Finale erlebt haben, dabei gewesen sein. Es war von Anfang an ein Hexenkessel.“ Obwohl Natascha-Rafaella schon bei den Proben sehr gut draufgewesen sei, machte ihr die Hitze im Saal zu schaffen: „Dadurch erwischte sie gleich zu Beginn das falsche Rohr, schaffte es aber trotzdem, fehlerfrei und meisterhaft wie immer weiter zu spielen.“

Für den Sieg reichte die Leistung dadurch dann leider nicht mehr.

Ihren Traum wird sie natürlich weiter verfolgen, wie ihr auch ihre große Fangemeinde rät. Wie schon beim Mostviertelfinale kamen rund 90 Unterstützer per Fanbus. Ihre Mutter erzählt von ihren Plänen: „Durch ihr einzigartiges Talent und ihr Können wird sie weiterhin auf der Bühne stehen und den Menschen Freude und glückliche Stunden bereiten.“

Einig waren sich Raiffeisenclub-Boss Charly Zöchling und NÖN-Chefredakteur Martin Gebhart, was die gute Nachricht zum Schluss betrifft: Es wird auch ein „Die NÖN sucht das größte Talent“ 2017 geben!