Obritzberg-Rust

Erstellt am 19. Mai 2017, 05:42

von Birgit Kindler

Bewährungsprobe für neue Ortschefin . Engelhart und brennende Themen: LWL-Projekt sowie Finanzen. Die Opposition setzt auf ihr Verhandlungsgeschick.

Thomas Heumesser

Ernst wird es für die neue VP-Bürgermeisterin Daniela Engelhart heute, Dienstag. Sie hat ein Gespräch mit Vertretern des Landes NÖ. Behandelt werden die prekären Themen Gemeindefinanzen und Lichtwellenleiter-Projekt.

Die Opposition setzt große Erwartungen in das Treffen. „Wir hoffen auf das Verhandlungsgeschick unserer Frau Bürgermeisterin. Hier kann sie sich beweisen“, sagt SP-Gemeinderat Josef „Joe“ Thoma. Auch Franz Marchat, Gemeinderat der Bürgerliste Wir, betont: „Nach Dienstag könnten wir auch wissen, wie es mit dem LWL-Projekt weitergeht.“ Jedenfalls erwartet sich die Opposition eine umfassende Information.

Dass die Themen LWL-Projekt und Gemeindefinanzen zur Sprache kommen werden, weiß auch VP-Bürgermeisterin Daniela Engelhart. Was beim Gespräch aber herauskommen wird, könne sie aber vorher noch nicht abschätzen.

„Wir hoffen auf das Verhandlungsgeschick unserer Frau Bürgermeisterin. Hier kann sie sich beweisen.“ Josef Thoma, SP-Gemeinderat

Insgesamt sehr harmlos und konstruktiv verlaufen ist übrigens die erste Gemeinderatssitzung unter Engelharts Führung. Nur bei einem Tagesordnungspunkt, der Darlehensaufnahme für die Wasserversorgung, stimmte die Opposition geschlossen dagegen. Mit den Stimmen der VP wurde eine Darlehensaufnahme im außerordentlichen Haushalt von 89.800 Euro beschlossen. Thoma und Marchat begründen die Entscheidung mit dem Schreiben vom Land, das einen Stopp für alle Projekte vorgibt. Engelhart betont, dass die Darlehensaufnahme vorher mit dem Land abgesprochen worden sei.

Informiert wurde auch über eine Leitschiene in Thallern, die errichtet wird, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Kosten belaufen sich auf 3.000 Euro.

Besprochen wurde das Thema Wasserspender am Gemeindeamt. Dafür werden pro Jahr an die 600 Euro aufgewendet. Zu viel für die SP-Fraktion. Die Bürgermeisterin betonte, dass man sich den Vertrag, der noch bis 2018 läuft, ansehen werde.