Erstellt am 30. März 2016, 05:54

von Alex Erber und Hans Kopitz

Ökopionier Karl Nutz reichte Rücktritt ein. Engagierter Grün-Mandatar ist nicht mehr im Gemeinderat vertreten. Seine Nachfolgerin steht mit Notburga Schaupp bereits fest.

 |  NOEN, NÖN

Grün-Mandatar Karl Nutz ist aus dem Gemeinderat ausgeschieden. Bei der Sitzung am kommenden Mittwoch, 30. März, wird Notburga Schaupp aus der Arbeitergasse als seine Nachfolgerin angelobt werden.

„Es sind viele Sachen, die mich bewogen haben, zurückzutreten“, so Öko-Freak Nutz, den viele Menschen durch sein Rad mit dem Sonnenenergie spendenden Anhänger und durch seinen Einsatz für das Elektroauto kennen. „Ich möchte mich einfach mehr der Familie widmen und auch gesundheitlich ist es mir schon besser gegangen.“

Richtig ausschlaggebend sei jedoch die Klimakonferenz vergangenen Dezember in Paris gewesen: „Es läuft einiges schief und wir werden unseren Kindern und Enkelkindern leider keine heile Welt hinterlassen können. Wir haben aber nur eine Erde“, erklärt Nutz, der auch weiterhin Franz Gerstbauer bei seiner Arbeit unterstützen will.

„Durch sein Tun hat er Spuren hinterlassen“

Der Parteiobmann und Stadtrat würdigt Karl Nutz im NÖN-Gespräch: „Er lebt ein Motto: ,Tun statt nur reden und abwarten.‘ Durch sein Tun hat er Spuren hinterlassen. Fotovoltaik-Selbstbau, Elektro-Carsharing, Solar-Fahrrad mit Anhänger oder Elektrospeicher sind Spuren seines Tuns. Kraft seiner Geradlinigkeit und Ausdauer hat er den ,Verein Move‘ initiiert und gefördert und trägt unermüdlich dazu bei dieses Erfolgsprojekt lebendig zu halten.

Gerstbauer weiter: „Wer Karl Nutz näher kennt und mit ihm diskutiert hat, dem wird auch klar, dass er Umweltschutz, Energiewende und Solidarität lebt, ohne viel Aufsehen darüber zu machen. Auch in der aktuellen Flüchtlingshilfe lässt er Taten statt Worte sprechen. Karl, vielen Dank für deine Tatkraft!“