Erstellt am 18. Mai 2016, 11:04

von Hans Kopitz

Performance ist gelungen. Schüler rollten, turnten, liefen über die Farbe und hinterließen ihre „Fluchtspuren“.

Nicht nur mit Rädern und Autoreifen, auch mittels Handstand wurden Spuren hinterlassen.  |  NOEN, zVg
Es war ein Spektakel, wie es Einöd noch nicht erlebt hat: Am vergangenen Donnerstag und Freitag ging im Festzelt am Feuerwehrgelände eine Veranstaltung im Rahmen des „Viertelfestivals - Mostviertel 2016“ über die Bühne. „Wir beWEGen uns . . .“ lautete das Motto dieser Show, die im Vorjahr von einer Fachjury gemeinsam mit 64 anderen Projekten aus 151 Einreichungen ausgewählt worden war.

Projektleiter war der Herzogenburger Künstler Johann Erhart - alias Joee. Gemeinsam mit den Jugendlichen der Neuen Mittelschulen Herzogenburg und Traismauer hat er das Projekt - kräftig unterstützt von den Direktionen, den Pädagogen Gabriela und Erwin Burger sowie der Künstlerin Susanne Werner - schon seit vielen Wochen vorbereitet. 42 Holztafeln wurden kunstvoll gestaltet und schließlich im Festzelt aufgelegt.

Unterstützt von den Gruppen der Musikschule Traismauer und der Neuen Mittelschule Herzogenburg, die unter Andreas Rauscher und Alfred Hertlein-Zederbauer Donnerstag- Vormittag und Freitag-Nachmittag voll im Einsatz waren, wurden die Platten dann künstlerisch „veredelt“: Die Schüler rollten, liefen, turnten bei insgesamt sieben Performances durch weiße und schwarze Farben und zogen so ihre „Fluchtspuren“.

Freitags kamen Eltern und Pädagogen

Während am Donnerstag die Schüler aus Herzogenburg, St. Andrä und Stollhofen eingeladen waren, kamen am Freitag hauptsächlich die Eltern der Schüler und die Pädagogen aus den Schulen. Mehr als 500 Kinder schauten dabei mehr oder weniger interessiert zu. Die interessanteste Performance - zumindest aus der Sicht der Jugendlichen - lieferte jedoch Lukas Schöpf mit seinem Tanz. Er hat an diesen beiden Tagen zahlreiche Fans gewonnen.

Auch viele Ehrengäste, darunter der Herzogenburger Vizebürgermeister Christoph Artner, der Traismaurer Stadtrat Thomas Woisetschläger, Stadtpfarrer Mauritius Lenz, Landesschulinspektor Norbert Adrigan und Zweiter Landtagspräsident Johann Heuras, besuchten die Veranstaltung. Heuras zeigte sich begeistert: „Danke, dass Sie bei diesem Kulturfestval mitmachen und damit einen Akzent setzen. Es ist ein Weg, der gegangen wird, um seine eigene Persönlichkeit zu stärken - und damit Spuren hinterlässt im Sinne der Kreativität auf dem Weg in die Zukunft.“

Auch die beiden Schuldirektoren sowie die Leiter der Musikgruppen sprachen positiv über das Projekt: „Die Zusammenarbeit klappte einfach gigantisch gut. Besonders war vor allem, dass zwei Schulen gemeinsam so ein Projekt durchgezogen haben. Das Thema wurde gut umgesetzt“, so Alfred Hertlein-Zederbauer.