Erstellt am 26. April 2016, 06:04

von Alex Erber

Pfeffers Marschroute in Sachen Windkraft. Vor Sitzung am Mittwoch, 27. April: Der SP-Stadtchef will in der Sache hart bleiben, aber auf verunsicherte Bürger zugehen.

Pfeffer und die Windkraft  |  NOEN, NÖN, Symbolbild

Wie im Vorfeld angekündigt, wird das Thema "Windkraft" bei der nächsten Gemeinderatssitzung breiten Raum einnehmen. Die Versammlung der Mandatare findet am Mittwoch, 27. April, um 19 Uhr im Schloss statt.

SP-Bürgermeister Herbert Pfeffer verrät im NÖN-Gespräch seine künftige Marschroute.

Einerseits werde man in der Sache hart bleiben und einen konsequenten Kurs verfolgen: „Ich werde bei der Sitzung nicht zuletzt auf die Wahlbeteiligung bei beiden Volksbefragungen aufmerksam machen; 45 Prozent waren es bei der ersten, 36 bei der zweiten. Gerne kann hier auch mit absoluten Zahlen operiert werden.“

"Ja zu Windrädern, aber möglichst weit weg von meinem Anwesen."

Der Stadtchef möchte, dass das „Florianiprinzip“ kritisch hinterfragt wird: „Es hat ja auch geheißen, man sei in Wirklichkeit gar nicht gegen die Windkraft, sondern fordere lediglich einen Abstand von 3.000 Metern zu gewidmeten Wohnbauland. Wer die vielfach propagierte Energiewende aber wirklich haben möchte, darf nicht sagen: ,Ja zu Windrädern, aber möglichst weit weg von meinem Anwesen.‘“

In diesem Zusammenhang verweist Pfeffer auf das traurige Jubiläum „30 Jahre Tschernobyl“: „Angesichts dieser atomaren Katastrophe frage ich mich schon, warum man sich alternativen Energieformen hartnäckig verweigern will.“ Andererseits haben ihn die 1.324 Stimmen gegen die Windkraft „betroffen“ gemacht: „Propaganda und Negativkampagnen haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Sie haben zweifellos verunsichert.“

Daher möchte der Bürgermeister nun mit dem Land NÖ klären, ob die 1.200 Meter Abstand, wie sie bislang gelten, auch mit Windrädern der modernen Art kompatibel sind. Und in gleichem Atemzug fordert er den Betreiber WEB auf, die Zufahrtswege zu den geplanten Windrädern konkret zu benennen: „Ich denke, dass man damit Kritikern Wind aus den Segeln nehmen kann.“