Herzogenburg

Erstellt am 08. August 2016, 12:33

von Hans Kopitz

Ziel ist das Burgenland. Am Weg nach Nickelsdorf wanderten die Teilnehmer durch die Region. In der Nacht auf Montag machten sie in Stiftsstadt Station.

Im Aquapark trafen einander am Sonntag-Abend die Pilger mit Vizebürgermeister Christoph Artner, Stadtpfarrer Mauritius Lenz, Stadtamtsdirektor Kurt Schirmer und Sparkassendirektor Friedrich Stefan, die ihnen einen guten Verlauf auf den weiteren Weg wünschten. Im Bild: Vizebürgermeister Christoph Artner, Gerlinde Schaffer und David Zwilling (von links).  |  Hans Kopitz

Auf dem Jerusalem-Weg von Großgmain bis Nickelsdorf ist zurzeit der ehemalige Skirennläufer David Zwilling mit einer Gruppe Pilger unterwegs und machte die Nacht von Sonntag auf Montag auch Station auf dem Gelände des Freizeitzentrums in Herzogenburg. Mitgehen kann jeder - auch nur tageweise -, geschlafen wird in Zelten mit Holzbetten, die der gelernte Tischler Zwilling selbst hergestellt hat.

Die Kosten sind 20 Euro pro Übernachtung. Inkludiert: Schlafmöglichkeit, Begleitfahrzeug für Gepäcktransport, Pilgerbegleitung sowie die außerordentliche Mitgliedschaft im Verein „Die Europäer geben ihr Bestes“. Die Stationen sind vorwiegend bei Sportplätzen, Turnhallen oder Schulen. Die Infrastruktur wird großteils zur Verfügung gestellt.

„Wir wollen den österreichischen Teil dieses Weges bekannt machen, um über das Gehen die Seelenbotschaft zu finden. Viele gehen den Jakobsweg Richtung Westen, wir den Jerusalem-Weg Richtung Osten - dabei steht das Miteinander im Vordergrund“, so der ehemalige Abfahrts-Skiweltmeister, der mit seinen Freunden Johannes Aschauer und Otto Klär den gesamten Jerusalem-Weg über 4.500 Kilometer gegangen ist.

Auf dem Weg in das Heilige Land durchquerten sie ausgehend von Österreich die Länder Ungarn, Serbien, Kosovo, Mazedonien, Griechenland, Türkei, Syrien, Jordanien und schließlich Israel/Palästina.

Der Weg, der über historische Pilgerpfade auf den Wegen des Apostels Paulus und der Kreuzzüge führte, forderte von dem Trio ein hohes Maß an Ausdauer, Improvisationskunst und Durchhaltevermögen. Galt es doch immer wieder, auch gefährliche Situationen zu meistern.

Am Heiligen Abend haben die drei Pilger Bethlehem erreicht. Der Marsch stand unter der Vision Brücken zwischen Juden, Muslimen und Christen Brücken zu bauen und das Tor zum Weltfrieden zu öffnen.