Erstellt am 02. Februar 2016, 05:23

von Hans Kopitz

Problem mit Parkplätzen. Innenstadt-Geschäftsmann Marius Höfinger verlangt eine adaptierte Lösung für die Kurzparkzone am Hauptplatz. Kritisiert wird auch die Anzahl der Dauerparkgenehmigungen.

Astrid Paitl (links) die Marius Höfinger (rechts) hier am voll geparkten Rathausplatz bei seinem Anliegen unterstützt, spricht kommenden Samstag, 6. Februar um 10 Uhr im Pub Lowlander bei einem überparteilichen Bürgerforum, wo es um verschiedene Probleme geht, über dieses Thema. Parteienvertreter sind nur zum Zuhören eingeladen, es spricht die Bevölkerung.  |  NOEN, Hans Kopitz

Ein Schreiben im Internet, initiiert von einem Innenstadt-Geschäftsmann, sprach zahlreiche Herzogenburger – Bewohner und Anrainer, aber auch Kunden und Gäste an. Es ging wieder um die Parkraumnot am Rathausplatz.

„Wir haben seit drei Jahren unseren neu gestalteten Rathausplatz und eine adaptierte Kurzparkzonenlösung. Wie bei vielen Neuerungen stellt sich nach einer Testphase heraus, dass einige Details optimiert werden dürfen“, stellt Marius Höfinger fest. Die Punkte, für deren Veränderung er diese Petition ins Leben gerufen habe, würden im Falle einer Umsetzung eine Verbesserung der gesamten Park-Situation in der Innenstadt bringen. „Da einzelne Stimmen oft wenig Gehör finden, bitte ich um Unterstützung der Petition, da wir in der Gemeinschaft mehr bewegen können“, so Höfinger.

Seine Kritikpunkte: Wer als Gast in die Innenstadt kommt, habe oft die Qual mit der Suche nach einem freien Parkplatz. Sollte doch einer gefunden werden, müsse man sein Auto auf kurze Distanz im rechten Winkel einparken, „was meistens nicht ohne Reversieren möglich ist und zu Parkschäden führt“. Von der Parkraumüberwachung werde ab der ersten Minute gestraft, sollte man nur kurz am Weg zum Besorgen einer Parkuhr sein.

Man hat in der Kurzparkzone 91 Genehmigungen zum Dauerparken vergeben. Der Rathausplatz hat durch den Umbau Autoabstellplätze eingebüßt und der Verkehrsfluss sei nun gegenüber der Anordnung vor dem Umbau nicht mehr stimmig, behauptet Höfinger.

Höfinger kritisiert Zahl der Dauerparker

Er ersuche um Unterzeichnung der Petition, wenn man der Meinung sei, dass wieder Schrägparkplätze gekennzeichnet werden sollen, die leicht zu beparken sind. Er ist auch dafür, dass die Anzahl der Dauerparkgenehmigungen reduziert werden müsse, denn im Vergleich zu anderen Städten sei die Zahl um das Zehnfache überschritten. Außerdem sei eine Parkraumüberwachung mit Bestrafung ab der ersten Minute unkooperativ, permanente Parkuhr-Nachdreher sollen erfasst werden und die Parkplätze in erster Linie für Kunden gelten.

Auf das Schreiben angesprochen meinte Bürgermeister Franz Zwicker, dass er es befremdend finde, dass man nicht vorher mit Gemeindevertretern über die Sache spreche – und dass auch am Kirchenplatz im rechten Winkel geparkt werde und sich da noch niemand aufgeregt habe. Würde man Schrägparken einführen, koste das wieder Parkplätze und man müsste wegen der Einbahnregelung zusätzliche Verkehrsschilder aufstellen. „Außerdem sind es zum Teil auch die Geschäftsinhaber oder Hauseigentümer mit ihren Dauerpark-Genehmigungen die die Parkplätze verstellen“, so Zwicker.