Erstellt am 16. Februar 2016, 16:59

von Claudia Stöcklöcker

Quitten auf den Kopf. Jahrzehntelang waren zwei Türken Freunde, beim Einkaufen gerieten sie aneinander. Die Faust soll der eine gezückt haben, mit einem Sackerl Steinobst schlug der andere zu.

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 „Ich kenne ihn seit 20 Jahren, ich wünschte, das alles wäre nie passiert“, bedauert ein Türke (43) zutiefst vorm Richter. Beim Einkaufen in St. Pölten gerieten er und ein anderer Türke (59) aneinander. Wegen Körperverletzung sitzen sie vorm Richter.

„Ich habe ihn im Geschäft gerufen, er hat jedoch nicht reagiert. ,Wirst auch schon alt, hörst nichts mehr!‘, hab’ ich zu ihm gesagt. Da ist er narrisch geworden und hat über meine verstorbene Mutter geschimpft. Das mag ich überhaupt nicht. Und er hat mir dann eine mit der Faust gegeben“, erzählt der 43-Jährige aus Herzogenburg. Und weiter: „Ich hab’ das Einkaufssackerl geschleudert. Ordentlich geschleudert.“

„Ich war zwölf Tage im Spital“

Am Kopf des Kontrahenten landete das Sackerl. Was drinnen war? „Ein Kilo Tee, Oliven, Granatäpfel.“ „Quitten waren es!“, entrüstet sich der 59-Jährige aus St. Pölten. Und setzt fort: „Ich bin hingefallen. Die Rettung ist gekommen. Zwölf Tage war ich im Spital und wurde operiert.“

„Ich hab’ das Einkaufssackerl geschleudert. Ordentlich geschleudert!“ Der 43-jährige Angeklagte beim Prozess in St Pölten.

Ob der Ältere davor zugeschlagen hat? Er winkt ab. „Er fängt doch ständig zu streiten an. Hundert Mal hab’ ich ihm schon gesagt, dass er das nicht machen soll. Von hinten ist er auf mich zugekommen und hat mich angeschrien und dann geschlagen.“

Es gibt aber zwei Opfer, denn Verletzungen attestierte ein Amtsarzt aber auch bei dem Jüngeren. „Ich hatte ein blaues Auge und war geschwollen“, sagt der 43-Jährige. Ob die Aktion den Angeklagten leidtut? „Wir waren wie Brüder, haben alles geteilt. Ich habe Respekt vor ihm und möchte mit ihm gut sein“, sagt der Jüngere.

Einigung auf Diversion

,„Ich habe ihm immer geholfen, meine Pflichten als Älterer wahrgenommen. Ich mag ihn auch“, meint der andere. Der Richter bietet den bislang unbescholtenen Männern Diversion an. Auf Probezeit von zwei Jahren werden die Verfahren eingestellt.