Erstellt am 18. Mai 2016, 05:04

von Alex Erber und Hans Kopitz

Rathaus abgerissen, Neubau kann starten. Der Bagger hat ganze Arbeit geleistet. Vom stolzen Gebäude ist nichts übrig geblieben. Im September 2017 soll Schmuckstück stehen.

Ein Anblick, an den man sich erst einmal gewöhnen muss: Wo einst das Rathaus stand, befindet sich nun eine ebene Fläche.  |  NOEN, Hans Kopitz

Viele Zaungäste waren mit von der Partie, bei einigen Herzogenburgern schwang sogar Wehmut mit, als der Bagger in der Vorwoche das Rathaus dem Erdboden gleich machte. Wo einst ein stolzes Haus stand, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1544 zurückreichten und das einst der Herrschaft Formbach gehörte, ist nun eine ebene Fläche. Dieses Bild wird aber schon bald der Vergangenheit angehören, denn die Arbeiten am Neubau werden zügig aufgenommen.

4,1 Millionen Euro kostet das neue Rathaus, das der Herzogenburger Architekt Richard Zeitlhuber gemeinsam mit dem Kremser Architekturbüro Göbl entworfen hat. Es wird gleich hoch sein wie das alte Rathaus, bekommt aber dennoch eine Etage mehr.

Der Eingang wird ähnlich wie jetzt, aber barrierefrei, gestaltet und mündet in eine zentrale Halle mit dem Bürgerservice, dem Stiegenhaus und dem Lift. Hier sind auch Verrechnung, Verwaltung und das Standesamt untergebracht. Insgesamt werden 1.200 Quadratmeter – 400 pro Geschoß – zur Verfügung stehen, den neuen Sitzungssaal im Nordosten des zweiten Obergeschosses mit Terrasse und Blick auf das Stift einbezogen. Noch vor dem Winter soll der Bau dicht sein, sodass man mit dem Innenausbau fortsetzen kann. Laut Zeitplan soll das Rathaus am 19. September 2017 seiner Bestimmung übergeben werden.