Erstellt am 14. Juni 2017, 03:51

von NÖN Redaktion

Asylquartier in Oberndorf: „Haus wird korrekt geführt“. Entwicklung in Oberndorf ist positiv, nun werden verstärkt ehrenamtliche Paten in der gesamten Region Herzogenburg gesucht.

„Jour fixe“ mit Polizei, Behörden und Caritas im Grundversorgungsquartier in Oberndorf: Beate Schneider und Hausleiterin Astrid Schindler (beide Caritas), Bezirkspolizeikommandant-Stellvertreter Mario Mossbeck, Günter Thalhofer (Polizeiinspektion Herzogenburg), Marianne Weigl, Caritas, Birgit Tsolakidis (Bezirkshauptmannschaft St. Pölten), Stadtrat Richard Waringer, Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger und Karl Gross vom Bezirkspolizeikommando St. Pölten.  |  NOEN, Karl Lahmer

Überaus zufrieden sind Polizei, die Jugendhilfe der Bezirkshauptmannschaft, Stadtgemeinde Herzogenburg und Quartierbetreiber Caritas mit der Entwicklung der Asyl-Grundversorgungsunterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) in Oberndorf. Das stellt die Caritas in einer Aussendung fest.

„Seit Dezember gibt es keine Anzeigen und keine besonderen Vorfälle“, freut sich Günter Thalhofer von der Polizeiinspektion Herzogenburg. Vor einem halben Jahr hat die Caritas St. Pölten die Leitung des Hauses übernommen. „Im ehemaligen Biomin-Bürogebäude betreuen wir diese 21 Jugendlichen und zwei junge erwachsene Asylwerber“, betont Caritas Direktor Hannes Ziselsberger. Acht Jugendliche haben einen fixen Schulplatz. Sie besuchen in St. Pölten die Übergangsklasse im Caritas-Bildungszentrum mit Schwerpunkt Deutsch. Zwei sind beim Arbeitsmarktservice vorgemerkt. Die anderen Herzogenburger Asylwerber absolvieren verschiedene Deutschkurse im Zuge der Integrationsmaßnahmen des Landes NÖ.

Kontakte zu Freiwilligen

„Nur wenige Jugendliche haben jetzt ehrenamtliche Paten beziehungsweise Patenfamilien aus Herzogenburg und Umgebung“, sagt Hausleiterin Astrid Schindler.

Hier sollen im Sommer verstärkt Kontakte zu Freiwilligen in der Region geknüpft werden, die mit den Jugendlichen die Freizeit verbringen, sie zu Ausflügen und Kulturveranstaltungen mitnehmen oder mit ihnen lernen.

In der Vorwoche hatten Polizei und Bezirkshauptmannschaft zu einem Jour fix in das Grundversorgungsquartier nach Herzogenburg eingeladen. Dabei gab es, so hält die Caritas fest, auch großes Lob von Birgit Tsolakidis von der Abteilung Jugend und Soziales der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten: „Das Haus wird korrekt geführt, es gibt genug Personal und die Atmosphäre hier ist sehr gut. Das liegt aber auch daran, dass die Caritas die Gruppengröße reduziert hat und Familien an anderen Standorten untergebracht hat.“