Erstellt am 04. April 2017, 05:00

von Mario Kern

Neubau offiziell eröffnet. Das Servicecenter für die Bürger spielt auch energietechnisch alle Stückerl.

Die Bezirkshauptmann-Kollegen Wolfgang Thierrichter (Murau), Hermann Prem (Jennersdorf), Manfred Walch (Leibnitz), Harald Wimmer (St. Johann im Pongau) und Hannes Peißl (Voitsberg) überzeugten sich auf Einladung von St. Pöltens Bezirkshauptmann Josef Kronister (Dritter von rechts) vom energieeffizienten Neubau.  |  NOEN, Mario Kern

Der in der Vorwoche offiziell eröffnete Zubau der Bezirkshauptmannschaft spielt energietechnisch alle Stückerl: Die Photovoltaik liefert über das Jahr gerechnet mehr Energie, als im Gebäude für Strom und Wärme verbraucht wird.

„Die minimale überschüssige Energie wird ins Netz rückgespeist“, erklärt Projektleiter Karl Dorninger von der Landesregierung. Für den Bau hat die Bezirkshauptmannschaft bereits mehrere Auszeichnungen und Zertifizierungen für nachhaltigen Bauweisen erhalten.

„Unser gemeinsames Haus macht uns auf allen Ebenen stolz“

Mit 9,94 Millionen Euro haben die Projekt-Verantwortlichen das vor fünf Jahren durch den Landtag abgesegnete Budget von zehn Millionen eingehalten. Die Bauzeit war sogar um ein halbes Jahr kürzer als ursprünglich geplant. „Unser gemeinsames Haus macht uns auf allen Ebenen stolz“, zeigen sich Bezirkshauptmann Josef Kronister und Peter Hollhut, der Leiter des NÖ Gebietsbauamtes III, zufrieden.

Seit Jahresanfang sind die 30 Mitarbeiter des vor mehr als 20 Jahren in ein Gebäude in der Klostergasse „ausgewanderten“ Bauamtes wieder mit der Bezirkshauptmannschaft in einem Haus.

Synergieeffekte in heutiger Zeit sehr wichtig

Die Synergieeffekte der Zusammenlegung seien vor allem in heutiger Zeit wichtig, betont Kronister. „Die Verwaltung ist aufgrund vielschichtigerer Gesetze umfangreicher geworden. Die Menschen werden immer fordernder. Darauf haben wir zu reagieren.“ Als Kronister 1989 zur Bezirkshauptmannschaft kam, seien jährlich bis zu 12.000 Strafanzeigen händisch verarbeitet worden. „Heute sind es 150.000, die vollautomatisch behandelt werden.“

Gerade in Zukunft werde mobiles und flexibleres Arbeiten auf die Bezirkshauptmannschaften zukommen. „Dafür brauchen wir aber weiterhin unsere gut geschulten Mitarbeiter. Nur mit der Technik allein wird es nicht gehen.“