Erstellt am 11. Oktober 2016, 05:00

von Alex Erber

Raiffeisen-Bank streicht Foyers. Kundenverhalten hat sich verändert: Selbstbedienung in Obritzberg, Gemeinlebarn und Nussdorf fällt ab 23. November weg.

 |  NOEN, Erwin Wodicka

Mit Mittwoch, 23. November, stellt die Raiffeisenbank Region St. Pölten ihren Selbstbedienungs- Service in Obritzberg, Gemeinlebarn und Nussdorf ein.

Im NÖN-Gespräch legt Bankstellenverbandsleiter Markus Schikowitz-Hannabach die Gründe dar.

In erster Linie sind die Ursachen technischer und in der Folge finanzieller Natur. Die Geräte, die derzeit in den Foyers aufgestellt sind, müssten aufgrund ihres Alters ausgetauscht werden, eine technische Wartung ist nicht mehr möglich. Die Überweisungsstation muss auf ein gänzlich anderes, deutlich komplexeres System umgestellt werden. Auch das Überwachungs- und Sicherheitssystem müsste erneuert werden. Enormer Investitionsbedarf, der sich bei rückläufiger Frequenz in den SB-Foyers nicht mehr rechnet.

Geräte müssten ausgetauscht werden

„Die digitalen Zahlungsverkehrslösungen haben in der Nutzung die Selbstbedienungslösungen bereits weit überholt“, spricht Markus Schikowitz-Hannabach auch das geänderte Kundenverhalten an.

Mit dem Begriff „Ausdünnung“ ist er nicht glücklich: „Der jetzige Standort in Obritzberg ist aufgrund der Gemeindefläche, der vielen Katastralgemeinden und Pendlerströme ohnehin nicht optimal. In einem Umkreis von drei bis fünf Kilometern sind drei Bankstellen unseres Institutes mit voller Ausstattung vorhanden: Oberwölbling, Statzendorf, Karlstetten. Damit haben wir weiterhin die höchste Geräte- und Bankstellendichte in der gesamten Region. Dort ist persönliche Betreuung gewährleistet.“

Für die Kunden in Nussdorf und Gemeinlebarn ist die nächste Bankstelle in Traismauer: „Hier sind die lokalen Einkaufsmöglichkeiten oder auch Ärzte gebündelt und dadurch entsprechende Kundenströme gegeben.“

Im Fall von Nussdorf kommt noch eine spezielle Komponente dazu: Dort gibt es Platzbedarf der Gemeinde für die zusätzliche Kindergartengruppe.

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