Erstellt am 03. August 2016, 12:19

von Günther Schwab

Tourismus: Donau birgt viel Potenzial. Ein Zehn-Jahres-Plan soll den Fremdenverkehr rund um Österreichs größten Fluss noch stärker ankurbeln. In Angriff genommen werden Internationalisierung und Radreisen.

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Die Donau birgt - als international verbindender Strom und historische Kulturachse - enormes touristisches Potenzial. Die kürzlich präsentierten Zahlen zeigen nach oben: Bei der Anzahl der Nächtigungen etwa konnte in den vergangenen neun Jahren ein Plus von rund 15 Prozent erzielt werden. Doch die Mitarbeiter der „Arge Donau Österreich“ sind überzeugt: Es bleibt immer noch viel Spielraum nach oben! Durch eine touristische Neuausrichtung soll sich Österreich zum Erlebnis-Höhepunkt im europaweiten Donauraum entwickeln.

Auch die Region soll davon kräftig profitieren

Zur Umsetzung dieser hoch gesetzten Ziele soll ein Zehn-Jahres-Fahrplan verhelfen.

Profitieren können von den neu formulierten Tourismuszielen aber keineswegs nur die größeren an der Donau gelegenen Städte, sondern vor allem auch der ländliche Raum. Durch die günstige Lage der Stadt Traismauer an der Traisen-Mündung in die Donau rückt somit auch die Region Herzogenburg verstärkt in das Rampenlicht des österreichischen Fremdenverkehrs.

Mit der nun eingeschlagenen Neuausrichtung strebt der Donauraum künftig ein „Wechselspiel aus Natur- und Stadterlebnis an der Kulturader Donau“ an.

Im Zentrum stehen bei dem von der „Arge Donau-Österreich“ initiierten Konzept vor allem der Ausbau des Radtourimus und die donauweite Forcierung des Kultur-Fremdenverkehrs.

Doch auch die Internationalisierung sowie der Aufenthaltstourismus sollen verstärkt in Angriff genommen werden.

„Ausgehend von der Stärke des Donauradweges als europaweit erfolgreichstes Radwanderprodukt, gilt es, neue Zielgruppen anzusprechen. Angebote für Radfahrer, E-Bike-Urlaub oder thematisierte Radreisen müssen verstärkt vor den Vorhang“, heißt es in den Formulierungen der Neuausrichtung. Auch die Stärkung des stationären Aufenthaltstourismus im ländlichen Donauraum gilt als erklärtes Ziel: Zukünftig sollen Maßnahmen ergriffen werden, die zu längeren Aufenthaltsdauern an einem fixen Ort führen.

Auch die Stadt Traismauer plant, weitere Nutzungsmöglichkeiten der historischen und kulturellen Ressourcen mit engagierten touristischen Leistungsträgern der Stadt und der Region zu entwickeln.

Forciert werden soll vor allem der Radtourimus: „Durch die Anbindung an den Traisentalradweg und den Traisentaler Weinbergradweg und der projektierten Markenbildung der ‚Gartenregion Tulln‘ soll die Region touristisch, wirtschaftlich und ökologisch profitieren“, erklärt VP-Tourismusstadträtin Veronika Haas im NÖN-Gespräch.

Genießerzimmer und öffentliche Klosetts

Potenzial sieht sie vor allem in den Besuchern, die vom Donauradweg kommen und zum Ausflugstourismus in die Region starten und etwa einen Besuch in der Weinregion oder in genussvoller Heurigenatmosphäre erleben.

Zusätzliche Zimmervermieter, die etwa als ‚Bed-&-Bike‘-Betriebe geführt werden oder weitere Genießer-Zimmer-Anbieter sowie die Errichtung öffentlicher WCs entlang des Donauradweges seien wichtige Ziele.