Erstellt am 03. August 2016, 05:10

Mit Diebstählen Leben finanziert. Trotz langjähriger Haftstrafe setzte eine Rumänien (24) kriminelle „Karriere“ ungeniert fort.

Foto: Erwin Wodicka  |  NOEN, Erwin Wodicka

„Wenn ich sie erwischt hätte, hätte ich sie über die Stiegen gestoßen, ich war so wild“, erzählt eine Eichgrabenerin (81) am Landesgericht St. Pölten. Sie ertappte Anfang des Jahres eine Diebin (24) in ihrem Haus.

Nun saß die junge Rumänin auf der Anklagebank. Ihr wurden laut Staatsanwaltschaft Urkundenunterdrückung sowie vollendete und versuchte Diebstähle und Einbruchsdiebstähle mit Gewerbsmäßigkeit vorgeworfen – zum Teil zeigte sie sich geständig.

„Karriere“ wurde munter fortgesetzt

Die junge Frau, die bereits in Deutschland und Rumänien eine vierjährige Haftstrafe wegen Diebstählen verbüßt hatte, machte kurz nach ihrer Entlassung munter weiter, wenige Monate später fuhr sie nach Österreich und setzte ihre „Karriere“ fort: „Weil ich in Rumänien keine Arbeit habe. Ich habe damit meinen Lebensunterhalt verdient“, erklärt die Angeklagte dem Richter. Er verurteilte sie zu einer unbedingten Haftstrafe im Ausmaß von drei Jahren.

Von jenen Taten, die ihr nicht nachgewiesen werden konnten, wurde die Frau freigesprochen. Zwei Pensionisten, die in Eichgraben und Wördern (Bezirk Tulln) bestohlen worden waren, identifizierten die Rumänin bei der Verhandlung nicht als Täterin. Auch ein Diebstahl von Bargeld und einem Sparbuch in Herzogenburg konnte ihr nicht nachgewiesen werden, da eine Zeugin nicht vor Gericht erschien.