Erstellt am 12. Januar 2016, 05:03

von Alex Erber

Riesiger Wirbel im Asylquartier. Afghane kassierte Anzeige samt Wegweisung. Polizeieinsatz auch am Rathausplatz.

In den Büroräumlichkeiten in der Industriestraße sind Kapazitäten frei. Die Erber AG würde dort gerne Flüchtlinge unterbringen.  |  NOEN, Hans Kopitz

Zu wüsten Ausschreitungen und Tumulten ist es in der Vorwoche im Asylquartier am ehemaligen Biomin-Areal in Oberndorf/Ebene gekommen. Wie die Landespolizeidirektion NÖ bestätigt, musste deshalb die Exekutive ausrücken.

Wie sich herausstellte, war es intern zu einem Raufhandel gekommen, ermittelt wird gegen einen Afghanen wegen des Verdachts der Körperverletzung. Der junge Mann kassierte von der Polizei eine Anzeige samt Wegweisung, was bedeutet, dass er das Areal vorerst nicht mehr betreten darf: „Er ist in ein anderes Flüchtlingsquartier verlegt worden“, heißt es seitens der Ermittler.

Eine Stellungnahme des Quartierbetreibers SLC-Europe blieb bislang aus.

Einen Polizeieinsatz gab es auch mitten im Stadtzentrum, und zwar im Café-Restaurant La Strada am Rathausplatz. Eine Gruppe von Flüchtlingen weigerte sich, die vom Kellner ausgestellte Rechnung zu begleichen. Mit dem Hinweis, dass man die angegebenen Getränke nicht konsumiert habe. Um Streit zu vermeiden, wurde den Gästen kurzerhand die Hälfte des Betrages erlassen.

Das dürfte den Jugendlichen nicht genügt haben. Beim Verlassen des Lokals nahm ein Jugendlicher einen Bierkrug und schleuderte ihn in den Fernseher. Als kurze Zeit später die Polizei eintraf, war der mutmaßliche Täter bereits auf der Flucht.