Erstellt am 01. März 2016, 04:49

von Alex Erber

Ringen um Zukunft des Geriatriezentrums. Stadtgemeinde setzt intensive Gespräche fort. Die Frist für das Rücktrittsrecht vom Kauf ist bis Ende Mai verlängert.

 |  NOEN, Hans Kopitz

Die Zukunft des ehemaligen Geriatriezentrums in St. Andrä ist nach wie vor ungeklärt. Kauf-Favorit war die Sanlas-Holding aus Graz. Doch ihre Gespräche mit dem Land NÖ haben sich vorerst zerschlagen. Das Unternehmen wollte eine Pflegeeinrichtung installieren, doch das Land winkte ab: „Kein Bedarf im Bezirk St. Pölten!“

Doch die intensiven Gespräche werden fortgesetzt. Schon in dieser Woche ist eine Firma an der Reihe, die die Siedlungsgenossenschaft Neunkirchen ins Spiel gebracht hat. Über die Sparkasse meldete auch ein Immobilienverwerter sein Interesse an der Liegenschaft an.

Gespräche werden fortgesetzt

In Verhandlungen mit dem Generaldirektor-Stellvertreter des Wiener Krankenanstalten-Verbundes, Thomas Balazs, hat die Stadtgemeinde erfolgreich um eine Fristverlängerung ersucht. Mit 15. März wäre das Rücktrittsrecht vom Kauf verwirkt gewesen, diese Frist konnte nun bis Ende Mai verlängert werden. Die Bedingung, die die Stadtgemeinde durch einstimmigen Beschluss des Gemeinderates erfüllen wird: Bis Ende des Jahres werden die Verwaltungs- und Betriebskosten in der Höhe von 21.000 Euro übernommen.

„Dieses Zeitfenster ist positiv“, befand VP-Wirtschaftsstadtrat Erich Hauptmann. Denn: „Es muss uns klar sein, dass die Gemeinde Wien Immobilien zur Unterbringung von Asylanten sucht.“ FP-Stadtrat Wolfgang Schatzl spricht in diesem Zusammenhang von einem „Damoklesschwert“.

Im NÖN-Gespräch präzisiert SP-Bürgermeister Franz Zwicker die Vorteile: „Die Gemeinde Wien kann es nicht verkaufen und keine Fixeinrichtung für ein Flüchtlingslager errichten, die neuen Interessenten brauchen nichts überstürzen und die Gemeinde hat Zeit, sich einen neuen Bauhofstandort zu überlegen, da die Nebengebäude für diese Zwecke bis dahin mitbenützt werden können.“