Erstellt am 14. März 2016, 12:17

von Birgit Kindler

Rocquette: Melanie rockt die Bühne!. Die Sängerin der Rockband eroberte von St. Andrä aus die Bühnen der Welt. Seit über zehn Jahren besteht die Band, heuer steht die große Jubiläumstour am Programm.

Die gebürtige St. Andräerin Melanie Planyavsky spielt und singt seit über zehn Jahren bei Rocquette. Foto: Jenn  |  NOEN, Jenn

Seit über zehn Jahren gibt es die Rockband Rocquette schon. Heuer befindet sie sich auf Jubiläumstournee. Fixer Bestandteil der Band ist Sängerin Melanie Planyavsky. Die gebürtige St. Ändräerin erzählt im NÖN-Gespräch über besondere Auftritte, wie sie zur Musik gekommen ist und ihre Kindheit in St. Andrä.

Radio-Songs und Papas Schallplatten

„Als Kind ist es toll, in einem Haus mit Garten und Haustieren aufzuwachsen wie bei meinen Eltern in St. Andrä und meinen Großeltern in Einöd, bei denen ich auch den Großteil meiner Kindheit verbracht habe“, sagt Melanie. Dort ist sie auch das erste Mal mit Musik in Kontakt gekommen – durch Lieder im Radio.

Auch Papas Schallplatten haben Einfluss auf Melanie gehabt. „Und ich habe schon früh selbst mit der Gitarre Songs gespielt“, sagt Melanie. Sie besuchte die musikalische Früherziehung, nahm Gitarren- und Gesangsunterricht und sammelte erste Banderfahrungen.

Geprägt haben sie Musiker wie die Rolling Stones, Queen und Meat Loaf, aber auch Nancy Sinatra, Tina Turner und viele mehr waren dabei.

„Seit ich mich selber mit Musikschaffen beschäftigt habe, bin ich zu Bands wie Aerosmith und Grace Potter gekommen“, sagt Melanie. Auf ihrer täglichen Playlist sind auch 30 Seconds to Mars, Foo Fighters oder Shinedown zu finden, „vermischt mit neuen Titeln, die ich auf Spotify entdecke, wie Krystl aus Holland.“

„Wahnsinn, Größenwahnsinn, Leichtsinn“

Als Musikschaffende begonnen hat Melanie schon vorher, die Band Rocquette ist dann im Jahr 2005 entstanden: „Gitarrist Tom und ich haben uns durch meine vorherige Band in Wien kennengelernt. Da wir noch als alte Band, aber schon mit neuen Leuten live unterwegs waren, haben wird die Neugründung unter dem Bandnamen ‚Rocquette‘ beschlossen“, erzählt Melanie, die neben Band und Gesangsstudium als Labortechnikerin in der Spurenanalytik an der Universität für Bodenkultur in Wien arbeitet.

Motivation für das langjährige Engagement gibt es für die St. Andräerin reichlich: „Liebe zur Musik, eine gehörige Portion Idealismus und viele werden hier sagen Wahnsinn, Größenwahnsinn und Leichtsinn.“ Auf jeden Fall benötigt man aber Ausdauer, Kampfgeist und Teamfähigkeit.

„Gerade Teamfähigkeit ist oft nicht so einfach, in der Kunst und dem Showbusiness gibt es so viele unterschiedliche Persönlichkeiten.“ Eine Band ist für Melanie einerseits wie eine Firma, andererseits wie eine Familie. „Man verbringt über die Jahre viel Zeit miteinander und teilt schöne, aber auch unschöne Dinge.“

Steine als Dank für ein Autogramm

Besonders beeindruckende Momente erlebte Melanie beispielsweise bei Auftritten mit ihren Bandkollegen. „In Amerika zu spielen, war ein tolles Erlebnis, nicht nur die Auftritte, sondern die ganze Reise war unvergesslich“, sagt die St. Andräerin.

Aber auch in London und Italien aufgetreten zu sein, wird ihr in Erinnerung bleiben. „Unglaubliche Momente haben wir auch in Österreich erlebt, wie beispielsweise beim Donauinselfest. Da hat mir einmal der kleine Elias als Dank für mein Autogramm zwei Steine geschenkt. Ich habe sie heute noch im Proberaum“, zeigt sie sich gerührt.

Auf einen besonderen Auftritt „fast daheim“ freut sich Melanie am Samstag, 19. März, da spielen Rocquette im Musikcafe Egon in St. Pölten.